Kaffee
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DunkelIn dieser Kaffee-Kategorie kannst du eine große Auswahl an Kaffee- und Espressobohnen entdecken. Ob du ganze Bohnen, bereits gemahlenen Kaffee, entkoffeinierten Kaffee oder etwas anderes suchst: Hier findest du hervorragenden Kaffee aus aller Welt, von Äthiopien bis Brasilien. Entdecke die verschiedensten Geschmacksnoten von Arabica und Robusta sowie unzählige weitere Kombinationen.
Kaffee ist ein aufgebrühtes Getränk aus gerösteten Kaffeebohnen, den Samen der Früchte bestimmter Blütenpflanzen der Gattung Coffea. Die Samen werden aus den Kaffeekirschen gelöst und ergeben ein haltbares Ausgangsprodukt: ungerösteten Rohkaffee. Anschließend werden die Samen geröstet. So entsteht ein Produkt für den Verzehr: Der Kaffee wird geröstet, fein gemahlen und vor dem Filtern meist mit heißem Wasser aufgebrüht.
Kaffee ist dunkel, bitter und leicht säuerlich. Seine anregende Wirkung auf den menschlichen Körper verdankt er vor allem seinem Koffeingehalt. Er zählt zu den beliebtesten Getränken der Welt und lässt sich auf viele Arten zubereiten und servieren, zum Beispiel als Espresso, aus der French Press, als Latte oder als aufgebrühter Kaffee aus der Dose. Kaffee wird meist heiß getrunken, aber auch gefrorener oder eisgekühlter Kaffee ist verbreitet. Zucker, Zuckerersatzstoffe, Milch oder Sahne werden oft verwendet, um die Bitterkeit zu mildern oder den Geschmack zu verfeinern. Dazu passen Kaffeekuchen und andere Desserts wie Donuts. Cafés oder Coffee Shops sind Gastronomiebetriebe, die fertig zubereitete Kaffeegetränke anbieten.
Klinische Studien legen nahe, dass maßvoller Kaffeekonsum als anregendes Getränk für gesunde Erwachsene unbedenklich oder leicht gesundheitsfördernd ist. Obwohl die Aussagekraft einiger Langzeitstudien fraglich ist, wird weiterhin untersucht, ob langfristiger Kaffeekonsum das Risiko bestimmter Krankheiten senkt.
Die frühesten verlässlichen Belege für Kaffeekonsum in Form eines modernen Getränks stammen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Sie finden sich in einer Sufi-Schrein in der heutigen Region Jemen, wo Kaffeebohnen erstmals auf ähnliche Weise wie heute geröstet und aufgebrüht wurden. Jemenitische Händler bezogen Kaffeebohnen aus dem äthiopischen Hochland über Zwischenhändler an der Küste Somalias und begannen, die Pflanzen selbst anzubauen. Bis zum 16. Jahrhundert hatte sich das Getränk in andere Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas und später nach Europa verbreitet.
Die beiden häufigsten Kaffeesorten sind C. arabica und C. robusta. Kaffee wird in mehr als 70 Ländern angebaut, vor allem in den Äquatorregionen Amerikas, Südostasiens, des indischen Subkontinents und Afrikas. 2018 war Brasilien mit 35 % der weltweiten Gesamtproduktion der führende Kaffeeproduzent. Kaffee ist für viele Länder das wichtigste Exportgut und das bedeutendste legale landwirtschaftliche Exportprodukt. Er zählt zu den wertvollsten Exportgütern der Entwicklungsländer. Ungerösteter Rohkaffee ist das meistgehandelte landwirtschaftliche Produkt und eines der meistgehandelten Güter überhaupt, nach Erdöl. Trotz des milliardenschweren Kaffeehandels leben die Menschen, die die Bohnen tatsächlich anbauen, überproportional häufig in Armut. Kritiker verweisen außerdem auf die negativen Auswirkungen der Kaffeeindustrie auf die Umwelt, darunter die Rodung von Flächen für den Kaffeeanbau und den Wasserverbrauch. Umweltbelastungen und Lohnunterschiede für Landwirte tragen zum Wachstum des Marktes für Fairtrade- und Bio-Kaffee bei. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich das Getränk in weitere Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas und später nach Europa.
Der Unterschied zwischen Robusta und Arabica beginnt bei den Anbaubedingungen. Arabica bevorzugt beispielsweise kühles Wetter, Robusta hingegen tropisches Klima. Arabica gedeiht besonders gut im Klima Nordthailands, das kühler ist als in anderen Anbaugebieten. Arabica ist jedoch schwieriger zu ernten und anzubauen, da die Pflanzen anfällig für Schädlinge sind. Robusta ist das Gegenstück zu Arabica: Die Pflanzen wachsen nicht nur an anderen Standorten, sondern lassen sich auch leichter ernten. Sie benötigen weniger Pflege und sind für Schädlinge weniger attraktiv. Die Unterschiede zwischen den beiden Sorten betreffen aber nicht nur den Anbau. Auch Geschmack und Aroma sind verschieden.
Die einzige Gemeinsamkeit zwischen Robusta und Arabica ist die braune Farbe. Selbst die Bohnen sehen unterschiedlich aus: Arabica-Bohnen sind flach und oval, während Robusta-Bohnen etwas kleiner und runder sind. Der nächste auffällige Unterschied betrifft ihren Charakter, also ihre Geschmacksnoten. Arabica enthält mehr Zucker, was nicht bedeutet, dass er süß schmeckt. Vielmehr hat Arabica einen milderen, weicheren und leichteren Geschmack mit fruchtigen und floralen Noten. Sein Aroma ist komplexer.
Robusta schmeckt dagegen kräftiger und bitterer. Das bedeutet nicht, dass er schlecht oder minderwertig ist. Sein charakteristischer, kräftiger und bitterer Geschmack ist einfach einzigartig. Für manche ist Robusta die perfekte Wahl für eine Tasse Espresso.
Geschichte des Kaffees
Die frühesten glaubwürdigen Belege für Kaffeekonsum oder Wissen über den Kaffeebaum stammen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und finden sich in den Aufzeichnungen von Ahmed al-Ghaffar im Jemen. In Arabien wurden Kaffeebohnen erstmals auf eine Weise geröstet und aufgebrüht, die der heutigen Zubereitung ähnelt. Sufi-Gemeinschaften tranken Kaffee, um bei ihren religiösen Ritualen wach zu bleiben. Über den Ursprung der Kaffeepflanze gibt es verschiedene Berichte, die auf die Zeit vor ihrer Ankunft im Jemen zurückgehen. Aus Äthiopien konnte Kaffee über den Handel am Roten Meer in den Jemen gelangen. Ein Bericht schreibt Muhammad Ibn Sa'd die Einführung des Getränks in Aden von der Küste Afrikas zu. Anderen frühen Berichten zufolge war Ali bin Omar aus dem Sufi-Orden Shadiri der Erste, der Kaffee in Arabien einführte. Al Shardi zufolge könnte Ali bin Omar während eines Aufenthalts bei den Gefährten von König Sadddin von Adal im Jahr 1401 Kaffee kennengelernt haben. Der berühmte islamische Gelehrte Ibn Hajar al-Haytami aus dem 16. Jahrhundert schrieb, dass ein Getränk namens qahwa aus einem Baum in der Region Zeila hergestellt wurde. Kaffee wurde ursprünglich von somalischen Händlern aus Berbera und Zela im heutigen Somaliland aus Äthiopien in den Jemen exportiert. Sie bezogen ihn aus dem Landesinneren von Harar und Abessinien. Laut Captain Haynes (1839–1854), dem Kolonialverwalter von Aden, wurde bis zur Übernahme des Mokka-Handels durch die britisch kontrollierte Stadt Aden im 19. Jahrhundert historisch bis zu zwei Drittel des Kaffees in Mokka von Händlern aus Berbera importiert. Seitdem wurde der meiste äthiopische Kaffee über Berbera nach Aden exportiert.
Bis zum 16. Jahrhundert hatte sich Kaffee im übrigen Nahen Osten, in Persien, der Türkei und Nordafrika verbreitet. In dieser Zeit schmuggelte der Sufi Baba Budan die ersten Kaffeebohnen aus dem Jemen vom Nahen Osten auf den indischen Subkontinent. Zuvor wurde jeder exportierte Kaffee abgekocht oder sterilisiert. Auf einem Porträt ist Baba Budan zu sehen, wie er sieben Kaffeebohnen an seine Brust gebunden schmuggelt. Die ersten Pflanzen aus diesen geschmuggelten Bohnen wurden in Mysore angebaut.
Bis 1600 hatte sich Kaffee nach Italien und später in den übrigen Teilen Europas, Indonesien und Amerika verbreitet.
Der florierende Handel zwischen Venedig und Nordafrika, Ägypten sowie dem Nahen Osten, der damals zum Osmanischen Reich gehörte, brachte viele Waren in den venezianischen Hafen, darunter auch Kaffee. Von Venedig aus verbreitete sich Kaffee in den übrigen Teilen Europas. Trotz Forderungen nach einem Verbot „muslimischer Getränke“ fand Kaffee größere Akzeptanz, nachdem Papst Clemens VIII. ihn 1600 zu einem christlichen Getränk erklärt hatte. Das erste europäische Café eröffnete 1645 in Rom.
Eine Kaffeedose aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Museo del Objeto del Objeto. Die Niederländische Ostindien-Kompanie war die erste, die Kaffee in großem Umfang importierte. Später bauten die Niederländer Kaffee auf Java und Ceylon an. Der erste Export von indonesischem Kaffee von Java in die Niederlande fand 1711 statt.
Dank der Bemühungen der Britischen Ostindien-Kompanie wurde Kaffee auch im Vereinigten Königreich immer beliebter. In seinem Tagebuch hielt John Evelyn im Mai 1637 fest, dass Nathaniel Conopios vom Balliol College auf Kreta in Oxford, England, das Getränk probiert hatte. Das Queen's Lane Cafe in Oxford wurde 1654 eröffnet und besteht bis heute. 1657 wurde Kaffee in Frankreich eingeführt, in Österreich und Polen nach der Schlacht bei Wien 1683, als Kaffee aus den Vorräten der besiegten Türken stammte.
Als Kaffee während der Kolonialzeit nach Nordamerika kam, war er zunächst weniger erfolgreich als in Europa, da alkoholische Getränke noch beliebter waren. Während des Unabhängigkeitskriegs stieg die Nachfrage nach Kaffee so stark, dass Händler knappe Vorräte aufstocken und die Preise deutlich erhöhen mussten. Dazu trugen auch die schwindenden Teevorräte britischer Händler und die Boston Tea Party von 1773 bei: Nach diesem Vorfall beschlossen viele Amerikaner, Tee zu meiden. Nach dem Krieg von 1812 unterbrach Großbritannien vorübergehend den Teeimport, und die Amerikaner entwickelten zunehmend eine Vorliebe für Kaffee.
Im 18. Jahrhundert ging der Kaffeekonsum in England zurück, und Tee wurde beliebter. Tee war einfacher zuzubereiten und wurde nach der britischen Eroberung Indiens und dem dortigen Ausbau der Teeindustrie günstiger. Im Zeitalter der Segelschifffahrt bereiteten Seeleute auf Schiffen der Royal Navy Ersatzkaffee zu, indem sie verbranntes Brot in heißem Wasser auflösten.
In den 1720er-Jahren brachte der Franzose Gabriel de Clieu eine Kaffeepflanze aus Frankreich in der Karibik nach Martinique. Von ihr stammt ein Großteil des weltweit angebauten Arabica-Kaffees ab. Kaffee gedieh im dortigen Klima und verbreitete sich in ganz Amerika. Seit 1734 wurde Kaffee in Santo Domingo, dem heutigen Haiti, angebaut. Bis 1788 lieferte das Land die Hälfte des weltweiten Kaffees. Die Bedingungen, unter denen Sklaven auf den Kaffeeplantagen arbeiten mussten, waren ein Faktor, der kurz darauf zur Haitianischen Revolution beitrug. Die Kaffeeindustrie erholte sich dort nie vollständig. 1949 erlebte sie ein kurzes Comeback, als Haiti zum drittgrößten Kaffeeexporteur der Welt wurde, doch seitdem ist sie rasch zurückgegangen.
Kaffee wurde 1727 in Brasilien eingeführt, doch der Anbau gewann erst nach der Unabhängigkeit 1822 an Fahrt. Seitdem wurden große Regenwaldflächen für Kaffeeplantagen gerodet, zunächst rund um Rio de Janeiro und später um São Paulo. Brasilien exportierte 1800 praktisch keinen Kaffee, wurde 1830 zu einem wichtigen regionalen Produzenten und war 1852 der größte Produzent der Welt. Zwischen 1910 und 1920 exportierte Brasilien etwa 70 % des weltweiten Kaffees. Kolumbien, Guatemala und Venezuela exportierten die Hälfte der übrigen 30 %, während die Produktion der Alten Welt weniger als 5 % der weltweiten Exporte ausmachte.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der Kaffeeanbau in vielen Ländern Mittelamerikas. Fast überall ging er mit der massenhaften Vertreibung und Ausbeutung indigener Bevölkerungsgruppen einher. Schlechte Bedingungen führten zu zahlreichen Aufständen, Staatsstreichen und blutigen Repressionen gegen Bauern. Eine bemerkenswerte Ausnahme war Costa Rica, wo der Mangel an verfügbaren Arbeitskräften die Entstehung großer Farmen erschwerte. Kleinere Betriebe und vergleichsweise gleichberechtigte Bedingungen trugen dazu bei, die Unruhen des 19. und 20. Jahrhunderts abzumildern.
Das rasante Wachstum der Kaffeeproduktion in Südamerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging mit einem steigenden Konsum in den Industrieländern einher. In den USA fiel dieser Anstieg zwar weniger stark aus als anderswo, doch dort wuchs die Bevölkerung deutlich, und der Pro-Kopf-Konsum verdoppelte sich zwischen 1860 und 1920. Obwohl die USA damals nicht das Land mit dem höchsten Kaffeekonsum waren – die nordischen Länder, Belgien und die Niederlande hatten einen ähnlich hohen oder höheren Pro-Kopf-Verbrauch –, wurden sie aufgrund ihrer Größe bis 1860 zum weltweit größten Kaffeeabnehmer. Bis 1920 wurde etwa die Hälfte des weltweit produzierten Kaffees in den USA konsumiert.
Kaffee ist für viele Entwicklungsländer zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Mehr als 100 Millionen Menschen in Entwicklungsländern sind bereits hauptsächlich auf Kaffee als Einkommensquelle angewiesen. Kaffee ist ein wichtiges Exportgut und Rückgrat der Wirtschaft afrikanischer Länder wie Uganda, Burundi, Ruanda, Äthiopien und vieler Länder Mittelamerikas.
Kaffeeanbau
Traditionell werden zu Beginn der Regenzeit 20 Samen in jedes Pflanzloch gelegt. Bei dieser Methode gehen etwa 50 % des Potenzials der Samen verloren, weil ungefähr die Hälfte nicht keimt. Ein effizienteres Anbauverfahren, das in Brasilien verwendet wird, ist die Anzucht von Setzlingen in einer Baumschule. Nach sechs bis zwölf Monaten werden sie ins Freiland gepflanzt. In den ersten Anbaujahren wird Kaffee oft zusammen mit Nahrungspflanzen wie Mais, Bohnen oder Reis angebaut, während sich die Landwirte mit seinen Anforderungen vertraut machen. Kaffeepflanzen wachsen in einem bestimmten Gebiet zwischen den Wendekreisen des Krebses und des Steinbocks, dem sogenannten Kaffeegürtel.
Von den beiden wichtigsten angebauten Sorten wird Arabica im Allgemeinen Robusta vorgezogen. Im Vergleich zu Arabica schmeckt Robusta tendenziell bitterer und weniger aromatisch, kann aber einen guten Geschmack haben. Aus diesen Gründen sind etwa drei Viertel des weltweit angebauten Kaffees Arabica. Robusta-Sorten enthalten außerdem 40 bis 50 % mehr Koffein als Arabica. Deshalb werden sie in vielen handelsüblichen Kaffeemischungen als preisgünstiger Ersatz für Arabica verwendet. Hochwertige Robusta-Bohnen kommen in traditionellen italienischen Espressomischungen zum Einsatz, um für einen volleren Geschmack und eine bessere Crema zu sorgen.
Coffea canephora ist außerdem weniger anfällig für Krankheiten als C. arabica und kann in niedrigeren Höhenlagen und wärmeren Klimazonen angebaut werden, wo C. arabica nicht gedeiht. Die Robusta-Sorte wurde 1890 erstmals am Lomani, einem Nebenfluss des Kongo, gesammelt und um 1900 vom Freistaat Kongo (heute Demokratische Republik Kongo) über Brüssel nach Java gebracht. Von Java aus wurden Robusta-Pflanzen in vielen Ländern weitervermehrt. Besonders die Ausbreitung des anfälligen Arabica-Kaffeerosts beschleunigte den Anbau der widerstandsfähigen Robusta-Sorte. Hemileia mastatrix ist ein Pilz, der auf den Blattunterseiten von Kaffeepflanzen helle, rostfarbene Flecken verursacht. Hemileia mastatrix wächst ausschließlich auf den Blättern von Kaffeepflanzen. Kaffeerost wurde in fast allen kaffeeproduzierenden Ländern nachgewiesen.
Mycena citricolor stellt eine weitere Bedrohung für Kaffeepflanzen dar, vor allem in Lateinamerika. Der auch als Amerikanischer Blattfleckenpilz bekannte Mycena citricolor kann ganze Kaffeepflanzen befallen. Er wächst auf den Blättern, die dadurch häufig von der Pflanze abfallen.
Weltweit wurden mehr als 900 Insektenarten als Schädlinge in Kaffeeanbaugebieten erfasst. Mehr als ein Drittel davon sind Käfer, mehr als ein Viertel Wanzen. Auch etwa 20 Nematodenarten, neun Milbenarten sowie mehrere Schnecken- und Nacktschneckenarten befallen die Pflanzen. Vögel und Nagetiere fressen mitunter Kaffeekirschen, doch ihr Einfluss ist im Vergleich zu Wirbellosen gering. Arabica ist im Allgemeinen anfälliger für Fraß durch Wirbellose. Alle Teile des Kaffeebaums werden von verschiedenen Tieren befallen: Nematoden greifen die Wurzeln an, Kaffeekirschenkäfer bohren sich in Stämme und holziges Material, und die Larven von mehr als 100 Schmetterlings- und Nachtfalterarten fressen die Blätter.
Der intensive Einsatz von Pestiziden erweist sich oft als verheerend, weil die natürlichen Feinde der Schädlinge empfindlicher auf sie reagieren als die Schädlinge selbst. Stattdessen wurde der integrierte Pflanzenschutz entwickelt. Er nutzt Methoden wie die gezielte Behandlung von Schädlingsbefall und die Gestaltung des Anbauumfelds, um Bedingungen zu vermeiden, die Schädlinge begünstigen. Von Schildläusen befallene Zweige werden häufig abgeschnitten und auf dem Boden liegen gelassen. Dadurch greifen die Parasiten der Schildläuse nicht nur die Schildläuse an den abgefallenen Zweigen, sondern auch die an den Pflanzen an.
Der zwei Millimeter lange Kaffeekirschenkäfer ist der zerstörerischste Schädling der weltweiten Kaffeeindustrie. In den meisten kaffeeproduzierenden Ländern vernichtet er bis zu 50 % oder mehr der Kaffeekirschen auf den Plantagen. Ein ausgewachsenes Weibchen beißt ein kleines Loch in eine Kaffeekirsche und legt 35 bis 50 Eier hinein. Die Larven wachsen und paaren sich in der Kaffeekirsche. Anschließend schlüpfen die Käfer, verlassen die befallenen Kaffeekirschen und verbreiten sich – der Kreislauf beginnt von vorn. Insektizide sind meist wirkungslos, da die Larven in der Kaffeekirsche geschützt sind. Beim Schlüpfen werden sie jedoch leicht von Vögeln gefressen. Es wurde nachgewiesen, dass Pirol, Rotkron-Waldsänger und andere insektenfressende Vögel die Bestände des Kaffeekirschenkäfers auf Kaffeeplantagen in Costa Rica um 50 % verringern, wenn Wälder in der Nähe liegen.
Bohnen aus verschiedenen Ländern lassen sich häufig anhand von Unterschieden bei Geschmack, Aroma, Körper und Säure unterscheiden. Diese Geschmacksmerkmale hängen nicht nur von der Anbauregion ab, sondern auch von der genetischen Unterart und der Aufbereitung. Sorten sind oft nach den Regionen benannt, in denen sie angebaut werden, etwa Kolumbien, Java und Kona.
Arabica-Bohnen werden hauptsächlich in Lateinamerika, Ostafrika und Asien angebaut. Robusta-Bohnen wachsen in Zentralafrika, in ganz Südostasien und in Brasilien.
Kaffeeproduktion
2020 betrug die weltweite Produktion von Rohkaffee 175.647.000 Säcke zu je 60 kg. Brasilien lag mit 39 % der Gesamtproduktion an der Spitze. Vietnam, Indonesien und Kolumbien sind weitere wichtige Erzeugerländer.
Seit 2021 sind keine synthetischen Kaffeeprodukte öffentlich erhältlich. Berichten zufolge haben jedoch mehrere Unternehmen aus der Bioökonomie erste Produkte entwickelt, die auf molekularer Ebene große Ähnlichkeit mit Kaffee aufweisen und kurz vor der Markteinführung stehen.
Kaffeeaufbereitung
Bevor Kaffeekirschen und ihre Samen zu dem vertrauten Röstkaffee werden, durchlaufen sie mehrere Verarbeitungsschritte. Kaffeekirschen werden traditionell von Hand und selektiv gepflückt. Diese arbeitsintensive Methode erfasst nur Kaffeekirschen, die optimal gereift sind. Häufiger werden die Pflanzen jedoch streifenweise abgeerntet, sodass alle Kaffeekirschen gleichzeitig geerntet werden – von Hand oder maschinell. Nach der Ernte wird Rohkaffee mit einer von zwei Methoden aufbereitet: Bei der Trockenaufbereitung, die oft einfacher und weniger arbeitsintensiv ist, werden die Kaffeekirschen getrocknet. Bei der Nassaufbereitung kommen Chargenfermentation und Wasser zum Einsatz. Dieses Verfahren ergibt meist einen milderen Kaffee.
Anschließend werden die Kaffeekirschen nach Reifegrad und Farbe sortiert. Das Fruchtfleisch wird meist maschinell entfernt, bevor die Samen fermentiert werden, um die noch daran haftende Schleimschicht zu beseitigen. Nach der Fermentation werden die Samen mit reichlich sauberem Wasser gespült, um Rückstände zu entfernen. Dabei entsteht eine große Menge an Abwasser. Zum Schluss werden die Samen getrocknet.
Die beste, aber am seltensten verwendete Methode, Kaffee zu trocknen, ist die Trocknung auf erhöhten Trockenbetten. Dabei wird aufbereiteter und fermentierter Kaffee dünn auf einem erhöhten Bett ausgebreitet, sodass die Luft von allen Seiten hindurchströmen kann. Der Kaffee wird von Hand gewendet. So trocknet er gleichmäßiger und die Gefahr einer Fermentation ist geringer. Ein Großteil des afrikanischen Kaffees wird auf diese Weise getrocknet. Auch einige Kaffeefarmen in anderen Teilen der Welt beginnen, diese traditionelle Methode anzuwenden.
Danach wird der Kaffee sortiert und als Rohkaffee gekennzeichnet. Manche Unternehmen blasen mithilfe von Luftzylindern heiße Luft über die Kaffeesamen, um sie zu trocknen. Das kommt meist an Orten mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit zum Einsatz.
Eine besondere Sorte asiatischer Kaffee namens Kopi Luwak durchläuft einen speziellen Aufbereitungsprozess: Die Kaffeekirschen werden von der Asiatischen Zibetkatze gefressen und passieren deren Verdauungstrakt. Anschließend werden die Bohnen aus dem Kot gesammelt. Auf diese Weise aufgebrühter Kaffee zählt zu den teuersten der Welt. Die Bohnen kosten bis zu 160 Dollar pro Pfund beziehungsweise 30 Dollar pro Tasse. Kopi Luwak soll dank Verdauungsenzymen, die das Protein in den Bohnen abbauen und so eine teilweise Fermentation ermöglichen, ein unverwechselbares, vollmundiges und leicht rauchiges Aroma und einen entsprechenden Geschmack mit einem Hauch von Schokolade haben.
In Thailand werden Elefanten mit Black Ivory Kaffeebohnen gefüttert. Ihre Verdauungsenzyme mildern die Bitterkeit der aus dem Dung gesammelten Kaffeebohnen. Sie kosten bis zu 1.100 Dollar pro Kilogramm (500 Dollar pro Pfund) und sind damit der teuerste Kaffee der Welt – dreimal so teuer wie Bohnen, die von Zibetkatzen ausgeschieden wurden.
Kaffeeröstung
Der nächste Verarbeitungsschritt ist die Röstung des Rohkaffees. Kaffee wird meist geröstet verkauft. Eine Ausnahme ist zum Beispiel Kaffee aus grünen Kaffeebohnen, die erst vor dem Verzehr geröstet werden. Kaffee kann von einem Anbieter geröstet und verkauft oder zu Hause geröstet werden. Bei der Röstung verändern sich die Bohnen physikalisch und chemisch, was den Geschmack des Getränks beeinflusst. Während das Wasser verdampft und das Volumen zunimmt, verlieren die Bohnen an Gewicht und werden weniger dicht. Die Dichte der Kaffeebohnen beeinflusst auch die Stärke des Kaffees und die Anforderungen an seine Verpackung.
Die eigentliche Röstung beginnt, wenn die Temperatur im Inneren der Bohne etwa 200 °C (392 °F) erreicht. Da sich die Samen verschiedener Sorten in Feuchtigkeit und Dichte unterscheiden, rösten sie unterschiedlich schnell. Während der Röstung kommt es zur Karamellisierung: Hohe Temperaturen spalten Stärke in Einfachzucker auf, die sich bräunen und die Farbe der Bohnen verändern.
Saccharose wird während der Röstung schnell abgebaut und kann bei dunkleren Röstungen vollständig verschwinden. Aromatische Öle und Säuren werden beim Rösten abgebaut, wodurch sich die Geschmacksnoten verändern. Ab 205 °C (401 °F) beginnen sich weitere Öle zu bilden. Eines davon ist Cafestol, das sich bei Temperaturen um 200 °C (392 °F) bildet und Aroma und Geschmack des Kaffees maßgeblich prägt.
Die Röstung ist der letzte Verarbeitungsschritt, bei dem die Bohnen in ihrer ursprünglichen Form bleiben. Während der letzten Behandlung wird bei Temperaturen über 235 °C (455 °F) noch mehr Koffein abgebaut. Die dunkle Röstung ist der wichtigste Verarbeitungsschritt, um den Koffeingehalt der Bohnen zu verringern. Verwechsle dunkle Röstungen aber nicht mit dem Verfahren der Entkoffeinierung.
Röstgrade
Je nach Farbe der gerösteten Bohnen, wie sie das menschliche Auge wahrnimmt, unterscheidet man zwischen hellen, mittleren bis hellen, mittleren, mittleren bis dunklen, dunklen und sehr dunklen Röstungen. Eine genauere Methode zur Bestimmung des Röstgrads ist die Messung des reflektierten Lichts von gerösteten Samen, die mit einer Lichtquelle im nahinfraroten Spektrum beleuchtet werden. Dieses hochentwickelte Messgerät nutzt ein Spektroskopieverfahren und liefert einen Wert, der den relativen Röstgrad beziehungsweise die Geschmacksentwicklung des Röstkaffees zuverlässig anzeigt.
Merkmale der Röstung
Der Röstgrad beeinflusst Geschmack und Körper des Kaffees. Dunklere Röstungen schmecken im Allgemeinen kräftiger, da sie weniger Ballaststoffe und mehr Zucker enthalten. Hellere Röstungen haben komplexere Geschmacksnoten. Die Aromen der Öle und Säuren, die bei längerer Röstung verloren gehen können, treten hier stärker hervor. Die Röstung verändert den Koffeingehalt der Bohnen nicht. Misst man die Bohnen jedoch nach Volumen ab, ist die Koffeinmenge geringer, weil sich die Bohnen beim Rösten ausdehnen.
Die nach der Aufbereitung auf den Samen verbleibende Haut verursacht beim Rösten eine kleine Menge Häutchen. Sie werden normalerweise durch Luftbewegung von den Samen entfernt. Kleine Mengen werden jedoch dunklem Röstkaffee zugesetzt, um das Öl auf den Samen aufzunehmen.
Entkoffeinierung
Kaffeebohnen werden entkoffeiniert, solange sie noch grün sind. Es gibt viele Methoden, Kaffee zu entkoffeinieren. Bei allen werden die grünen Bohnen in heißem Wasser eingeweicht – das wird oft als „Swiss-Water-Verfahren“ bezeichnet – oder gedämpft. Anschließend wird ein Lösungsmittel verwendet, um das Koffein aus dem Öl zu lösen. Die Entkoffeinierung erfolgt in der Regel durch Verarbeitungsunternehmen. Das gewonnene Koffein wird meist an die Pharmaindustrie verkauft.
Lagerung
Kaffee lässt sich am besten in luftdichten Behältern aus Keramik, Glas oder nicht reaktivem Metall aufbewahren. Hochwertige abgepackte Kaffees haben oft ein Einwegventil, das verhindert, dass Luft eindringt, während der Kaffee Gase abgeben kann. Frische und Geschmack des Kaffees bleiben am besten erhalten, wenn er vor Feuchtigkeit, Wärme und Licht geschützt ist. Kaffee nimmt leicht starke Gerüche von Lebensmitteln an und sollte daher davon ferngehalten werden. Die Aufbewahrung im Kühlschrank wird nicht empfohlen, da die dortige Feuchtigkeit den Kaffee verderben kann. Außenwände eines Gebäudes, die der Sonne zugewandt sind, können das Innere des Hauses aufheizen. Die Wärme kann den Kaffee in ihrer Nähe beeinträchtigen. Auch die Hitze eines nahegelegenen Ofens kann gelagerten Kaffee verderben.
1931 wurde eine Methode eingeführt, Kaffee in luftdichten Vakuumdosen zu verpacken. Gerösteter Kaffee wird abgepackt und anschließend zu 99 % von Luft befreit. So lässt er sich ungeöffnet unbegrenzt aufbewahren. Heute wird dieses Verfahren in großen Mengen und in den meisten Teilen der Welt verwendet.
Kaffeezubereitung
Für die Zubereitung eines Getränks müssen Kaffeebohnen gemahlen und aufgebrüht werden. Die Wahl der Methode richtet sich nach Geschmack und Aufwand. Bei fast allen Zubereitungsarten werden die Bohnen gemahlen und lange genug mit heißem Wasser vermischt, damit sich die Geschmacksnoten entfalten, aber nicht so lange, dass bittere Stoffe herausgelöst werden. Nach dem Entfernen des Kaffeesatzes kann das Getränk serviert werden. Bei der Zubereitung sind der Mahlgrad, die Extraktionsmethode, das Verhältnis von Kaffeemehl zu Wasser (das Brühverhältnis), zusätzliche Zutaten wie Zucker, Milch und Gewürze sowie die verwendete Filtertechnik zu berücksichtigen. Die optimale Extraktion erfolgt bei 91 bis 96 °C (196 bis 205 °F). Die ideale Temperatur zum Warmhalten liegt zwischen 85 und 88 °C (185 bis 190 °F), bis maximal 93 °C (199 °F). Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 68 und 79 °C (154 bis 174 °F). Für Kaffee, der nicht als Espresso zubereitet wird, empfiehlt sich ein Brühverhältnis von 55 bis 60 Gramm Kaffeemehl pro Liter Wasser oder zwei Esslöffeln auf eine Tasse mit 150 bis 180 ml (5 bis 6 US-fl oz).
Geröstete Kaffeebohnen können in einer Rösterei, im Lebensmittelgeschäft oder zu Hause gemahlen werden. Der meiste Kaffee wird in einer Rösterei geröstet, gemahlen und abgepackt verkauft. Geröstete Bohnen lassen sich aber auch unmittelbar vor dem Aufbrühen zu Hause mahlen. Weniger verbreitet ist es, grüne Bohnen zu Hause zu rösten.
Kaffeebohnen lassen sich auf verschiedene Arten mahlen. Kaffeemühlen mit Mahlwerk zerkleinern die Samen mithilfe rotierender Elemente. Schlagmessermühlen schneiden sie mit schnell beweglichen Klingen. Mörser und Stößel können ebenfalls zum Mahlen verwendet werden. Für die meisten Zubereitungsmethoden gilt eine Kaffeemühle mit Mahlwerk als überlegen, weil sie gleichmäßiger mahlt und sich der Mahlgrad einstellen lässt.
Mahlgrade sind oft nach der Zubereitungsmethode benannt, für die sie verwendet werden. Türkischer Mahlgrad ist der feinste, während der Mahlgrad für einen Kaffeefilter oder eine French Press am gröbsten ist. Die gängigsten Mahlgrade liegen zwischen diesen beiden Extremen: Die meisten Haushaltskaffeemaschinen verwenden einen mittleren Mahlgrad.
Kaffee lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten: durch Kochen, Ziehenlassen oder mit Druck.
Das Aufkochen von Kaffee ist die älteste Zubereitungsmethode. Türkischer Kaffee ist ein Beispiel dafür. Die Samen werden zu feinem Pulver gemahlen oder zerstoßen, in Wasser gegeben und in einem Gefäß namens Cezve – auf Griechisch μπρίκι (bríki), vom türkischen ibrik – nur kurz aufgekocht. So entsteht ein espressoähnliches Getränk mit einer Schaumschicht an der Oberfläche und einem nicht trinkbaren Satz am Boden der Tasse.
Kaffeefilter und automatische Kaffeemaschinen nutzen die Schwerkraft, um Kaffee aufzubrühen. Bei automatischen Kaffeemaschinen tropft heißes Wasser auf Kaffeemehl in einem Papier-, Kunststoff- oder perforierten Metallfilter. Das Wasser sickert durch das Kaffeemehl und löst dabei die Öle und Geschmacksstoffe aus dem Kaffee. Anschließend tropft es durch den Filter in eine Glaskanne oder ein anderes Gefäß. Das verbrauchte Kaffeemehl bleibt im Filter zurück.
Bei einer Perkolatorkanne wird kochendes Wasser durch den beim Erhitzen entstehenden Dampfdruck in eine Kammer oberhalb des Filters gedrückt. Anschließend sickert das Wasser durch das Kaffeemehl, und der Vorgang wiederholt sich, bis die Kanne von der Wärmequelle genommen wird, ein eingebauter Timer den Vorgang beendet oder ein Thermostat die Heizung bei einer bestimmten Temperatur abschaltet.
Kaffee kann in einem Gefäß wie einer French Press durch Ziehenlassen zubereitet werden. Gib gemahlenen Kaffee und heißes Wasser in einen zylindrischen Behälter und lass die Mischung einige Minuten ziehen. Ein runder Filter sitzt eng in einem Zylinder, der an einem Stempel befestigt ist. Der Stempel wird von oben nach unten gedrückt und presst das Kaffeemehl nach unten. Der Filter hält den Kaffeesatz am Boden zurück, während du den Kaffee aus dem Behälter gießt. Da das Kaffeemehl direkt mit dem Wasser in Berührung kommt, bleiben alle Kaffeeöle im Getränk und machen es kräftiger. Diese Zubereitungsmethode hinterlässt mehr Kaffeesatz als Kaffee aus einer automatischen Kaffeemaschine. Befürworter der French Press weisen darauf hin, dass sich Rückstände durch die Wahl der passenden Mühle verringern lassen: Eine Schlagmessermühle zerkleinert die Bohnen in unterschiedlich große Partikel, darunter feines Kaffeemehl, das als Satz in der Tasse zurückbleibt. Eine Kaffeemühle mit Mahlwerk mahlt die Bohnen gleichmäßig und lässt den Satz absinken, sodass er von der Presse zurückgehalten wird. Innerhalb der ersten Minute des Aufbrühens werden 95 % des Koffeins aus den Kaffeebohnen gelöst.
Bei der Espressozubereitung wird heißes, unter Druck stehendes und verdampftes Wasser durch gemahlenen Kaffee gepresst. Durch den hohen Druck – gewöhnlich 9 bar – ist Espresso stärker konzentriert und hat eine komplexere physikalische und chemische Zusammensetzung. Die Getränkekonzentration kann bis zu zehn- bis fünfzehnmal höher sein als bei Zubereitungsmethoden, bei denen Wasser durch die Schwerkraft durch das Kaffeemehl läuft. Auf dem fertigen Espresso schwimmt ein rötlich-brauner Schaum, die Crema. Weitere Geräte zur Druckerzeugung sind Mokkakannen und Vakuumkaffeemaschinen.
Für Cold Brew werden grob gemahlene Kaffeebohnen mehrere Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und anschließend gefiltert. Das Ergebnis ist weniger säurebetont als bei den meisten Zubereitungsmethoden mit heißem Wasser.
Nährwerte
Typisches Kaffeemehl, das mit Leitungswasser aufgebrüht wird, enthält pro 100 Gramm 40 mg Koffein und keine nennenswerten Mengen essenzieller Nährstoffe. In Espresso sind aufgrund seines höheren Anteils an Schwebstoffen jedoch relevante Mengen an Magnesium, B-Vitaminen, Niacin und Riboflavin sowie 212 mg Koffein pro 100 Gramm gemahlenem Kaffee enthalten.
Servieren
Nach dem Aufbrühen lässt sich Kaffee auf verschiedene Arten servieren. Filterkaffee, Perkolatorkaffee oder Kaffee aus der French Press beziehungsweise dem Café kann mit Milchprodukten wie Milch oder Sahne beziehungsweise mit pflanzlichen Alternativen als Milchkaffee oder ohne solche Zusätze als schwarzer Kaffee serviert werden. Er lässt sich mit Zucker oder künstlichen Süßstoffen süßen. Wird er kalt serviert, heißt er Eiskaffee.
Espressobasierte Getränke lassen sich auf viele Arten zubereiten. In seiner einfachsten Form wird Espresso allein als Tasse oder kurzer Schwarzer serviert. Mit heißem Wasser verlängert, heißt er Caffè Americano. Anders als beim Caffè Americano wird beim Caffè Lungo der doppelte Espresso in die gleiche Menge Wasser gegossen, wodurch die Crema erhalten bleibt. Espresso wird in vielen Varianten mit Milch kombiniert: Aufgeschäumte Milch ergibt einen Latte, gleiche Teile aufgeschäumte Milch und Milchschaum einen Cappuccino und ein Klecks heißer Milchschaum obendrauf einen Macchiato. Für einen Flat White wird dem Espresso heiße, aufgeschäumte Milch (Mikroschaum) zugegeben. Dadurch kommt der Geschmack besser zur Geltung und die Textur wird besonders weich. Ein Flat White enthält weniger Milch als ein Latte. Beide Kaffeegetränke lassen sich mit einem dekorativen Muster auf der Oberfläche verzieren. Diese Kunst heißt Latte Art.
Kaffee kann auch mit Alkohol zu verschiedenen Getränken gemischt werden: Bei Irish Coffee wird er mit Whiskey kombiniert. Er bildet außerdem die Grundlage für Kaffeeliköre wie Kahlúa und Tia Maria. Auch ohne echte Kaffeebohnen können dunkle Biere wie Stout und Porter durch die Röstung des Getreides einen schokoladigen oder kaffeeähnlichen Geschmack entwickeln.
Instantkaffee
Viele Produkte richten sich an Menschen, die ihren Kaffee nicht selbst zubereiten möchten oder keine Kaffeemaschine zur Verfügung haben. Instantkaffee wird zu löslichem Pulver getrocknet oder gefriergetrocknet und zu Granulat verarbeitet, das sich in heißem Wasser schnell auflöst. Instantkaffee wurde ursprünglich 1907 erfunden und erfreute sich nach dem Krieg in vielen Ländern rasch großer Beliebtheit. Nescafé ist das bekannteste Produkt. Viele Verbraucher sind der Meinung, dass die einfache Zubereitung einer Tasse Instantkaffee den vermeintlich schlechteren Geschmack mehr als wettmacht. Seit den späten 1970er-Jahren wird Instantkaffee jedoch so hergestellt, dass sein Geschmack dem von frisch aufgebrühtem Kaffee ähnelt. Parallel zum schnellen Aufstieg des Instantkaffees wurde 1947 der Kaffeeautomat erfunden, der seit den 1950er-Jahren weit verbreitet ist.
Dosenkaffee ist in asiatischen Ländern seit Jahren beliebt, insbesondere in China, Japan, Südkorea und Taiwan. Automaten verkaufen Dosenkaffee in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aufgebrüht oder aus der Perkolatorkanne, heiß oder kalt. Auch in japanischen Convenience- und Lebensmittelgeschäften gibt es eine große Auswahl an abgefüllten Kaffeegetränken, die oft leicht gesüßt und mit Milch vorgemischt sind. Abgefüllte Kaffeegetränke werden auch in den USA konsumiert.
Flüssige Kaffeekonzentrate kommen manchmal in großen Einrichtungen zum Einsatz, in denen gleichzeitig Kaffee für Tausende von Menschen zubereitet werden muss. Sie sollen so gut schmecken wie Kaffee aus einer niedrigeren Robusta-Qualität und kosten in der Herstellung etwa zehn Cent pro Tasse. Diese Maschinen können bis zu 500 Tassen pro Stunde zubereiten, mit vorgewärmtem Wasser sogar 1.000.
Kaffeekonsum
Die nordischen Länder haben den höchsten Kaffeekonsum. Finnland liegt weltweit an der Spitze; dort wird fast doppelt so viel oder sogar mehr Kaffee konsumiert wie in Brasilien, Italien, Frankreich und Griechenland. 2018 belegten die USA Platz 25. Die zehn Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum pro Jahr sind:
- Finnland – 12 kg (26 lb)
- Norwegen – 9,9 kg (21 lb 13 oz)
- Island – 9 kg (20 lb)
- Dänemark – 8,7 kg (19 lb 3 oz)
- Niederlande – 8,4 kg (18 lb 8 oz)
- Schweden – 8,2 kg (18 lb 1 oz)
- Schweiz – 7,9 kg (17 lb 7 oz)
- Belgien – 6,8 kg (15 lb 0 oz)
- Luxemburg – 6,5 kg (14 lb 5 oz)
- Kanada – 6,5 kg (14 lb 5 oz)
Fairtrade
Das Konzept des Fairtrade-Siegels, das Kaffeeanbauern vor der Ernte einen ausgehandelten Preis garantiert, begann Ende der 1980er-Jahre mit dem Siegelprogramm der Max Havelaar Foundation in den Niederlanden. 2004 wurden 24.222 Tonnen Kaffee (bei einer weltweiten Produktion von 7.050.000 Tonnen) unter Fairtrade-Bedingungen gehandelt. 2005 waren es 33.991 Tonnen von insgesamt 6.685.000 Tonnen – ein Anstieg von 0,34 % auf 0,51 %. Zahlreiche Studien zu den Auswirkungen von Fairtrade zeigen, dass Fairtrade-Kaffee einen gemischten Einfluss auf die Anbaugemeinden hat. Viele Studien stehen Fairtrade skeptisch gegenüber und berichten, dass dadurch die Verhandlungsmacht der nicht beteiligten Produzenten tendenziell geschwächt wird. Der erste Fairtrade-Kaffee war ein Versuch, guatemaltekischen Kaffee als „Indio Solidarity Coffee“ nach Europa zu importieren.
Seit der Gründung von Organisationen wie der European Fair Trade Association (1987) sind Produktion und Konsum von Fairtrade-Kaffee gestiegen. Einige lokale und nationale Kaffeeketten begannen, Fairtrade-Alternativen anzubieten. So beschloss Starbucks im April 2000 nach einer einjährigen Kampagne der Menschenrechtsorganisation Global Exchange, in seinen Filialen Fairtrade-Kaffee anzubieten. Seit September 2009 werden alle Espresso-Getränke von Starbucks im Vereinigten Königreich und in Irland mit Kaffee zubereitet, der nach Fairtrade und Shared Planet zertifiziert ist.
Eine Studie aus Belgien aus dem Jahr 2005 kam zu dem Schluss, dass das Kaufverhalten der Verbraucher nicht mit ihrer positiven Einstellung zu ethischen Produkten übereinstimmte. Durchschnittlich gaben 46 % der europäischen Verbraucher an, bereit zu sein, für ethische Produkte wie Fairtrade-Kaffee mehr zu zahlen. Die Studie ergab jedoch, dass die meisten Befragten keinen tatsächlichen Aufpreis von 27 % für Fairtrade-Kaffee zahlen wollten.
Häufig gestellte Fragen
Bei Cafendo möchten wir dir dabei helfen, alles über Kaffee zu erfahren. Wir haben das Internet nach den häufigsten Fragen zum Thema Kaffee durchsucht und eine Sammlung von Fragen und Antworten zusammengestellt. Von der Kaffeeherstellung bis zum Entfernen von Kaffeeflecken beantworten wir deine Fragen!
Wie viel Koffein enthält Kaffee?
Koffein gehört für viele Erwachsene zum Alltag. Aber weißt du, wie viel Koffein in einer Tasse Kaffee steckt? Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene kann bis zu 400 Milligramm Koffein betragen. Jeder Mensch reagiert jedoch unterschiedlich empfindlich auf Koffein. Denk daran, dass sich der Koffeingehalt von Kaffee je nach Brühverfahren, Zubereitungsart und Brühzeit verändert. Hier findest du einige Angaben zum Koffeingehalt der verschiedenen Kaffeearten:
- Aufgebrühter Kaffee enthält 95–200 mg Koffein.
- Espresso enthält 47–75 mg Koffein.
- Latte enthält 63–175 mg Koffein.
- Instantkaffee enthält 27–173 mg Koffein.
- Entkoffeinierter Kaffee enthält 2–12 mg Koffein.
- Entkoffeinierter Instantkaffee enthält 0–15 mg Koffein.
- Entkoffeinierter Espresso enthält 0–15 mg Koffein.
- Entkoffeinierter Latte enthält 0–15 mg Koffein.
Wie du siehst, enthalten diese Getränke keine allzu großen Mengen Koffein. Wenn du täglich eine Tasse Kaffee genießen möchtest, brauchst du dir über die Koffeinmenge keine Sorgen zu machen. Interessant ist außerdem, dass entkoffeinierte Kaffeegetränke weniger Koffein enthalten als herkömmlicher Kaffee.
Wie viel Kaffee braucht man pro Tasse?
Für einen guten Kaffee solltest du wissen, wie viel Kaffee du pro Tasse benötigst. Mit dem richtigen Verhältnis sowie der passenden Mahlgradgröße, Wassertemperatur und Brühzeit gelingt eine gute Tasse Kaffee.
- Eine Tasse Kaffee: 8,3 Gramm Kaffee, etwa 1,6 Esslöffel.
- Zwei Tassen Kaffee: 16,6 Gramm Kaffee, etwa 16,6 Esslöffel.
- Fünf Tassen Kaffee: 41,5 Gramm Kaffee, etwa 8 Esslöffel.
- Sechs Tassen Kaffee: 49,8 Gramm Kaffee, etwa 9,6 Esslöffel.
- Acht Tassen Kaffee: 66,4 Gramm Kaffee, etwa 12,8 Esslöffel.
- Zehn Tassen Kaffee: 83 Gramm Kaffee, etwa 16 Esslöffel.
- Zwölf Tassen Kaffee: 99,6 Gramm Kaffee, etwa 18,2 Esslöffel.
- Vierzehn Tassen Kaffee: 116,2 Gramm Kaffee, etwa 22,4 Esslöffel.
- Zwanzig Tassen Kaffee: 166 Gramm Kaffee, etwa 32 Esslöffel.
Für die meisten Kaffeearten kannst du dich an der sogenannten Golden Ratio orientieren. Sie besagt, dass zwei Esslöffel Kaffee auf eine Tasse kommen. Eine Standardtasse fasst 177 ml. Du kannst die Kaffeemenge jederzeit an deine Vorlieben anpassen, aber zwei Esslöffel ergeben in der Regel einen besonders vollmundigen Kaffee. Die Golden Ratio eignet sich für Espresso, Filterkaffee, Pour-over, French Press und Perkolatorkanne.
Wie viele Kalorien hat eine Tasse Kaffee?
Die Kalorienmenge hängt stark davon ab, welche Art von Kaffee du trinkst. Zusätzliche Zutaten wie Milch, Zucker und Sirup wirken sich direkt auf den Kaloriengehalt aus. Eine normale Tasse schwarzer Kaffee (etwa 237 ml) hat eine Kalorie. Ein Cappuccino kann dagegen je nach Milchsorte und Tassengröße zwischen 60 und 160 Kalorien enthalten. Für kalorienarmen Kaffee kannst du Zucker durch Süßstoff und Vollmilch durch fettarme oder Sojamilch ersetzen – oder die Milch ganz weglassen.
Wie lange hält die Wirkung von Koffein im Kaffee an?
Die Halbwertszeit von Koffein beträgt vier bis sechs Stunden. Das bedeutet, dass die Koffeinmenge in deinem Körper etwa fünf Stunden nach dem Kaffeetrinken nur noch halb so hoch ist. Deshalb haben viele Menschen tagsüber das Bedürfnis nach einer zweiten Tasse Kaffee: Der Koffeinspiegel ist in den letzten Stunden deutlich gesunken. Wenn du rauchst, beträgt die Halbwertszeit von Koffein nur drei Stunden.
Wie wird Kaffee entkoffeiniert?
Kaffee lässt sich mit verschiedenen Verfahren entkoffeinieren. Auch nach der Entkoffeinierung bleiben Spuren von Koffein zurück – in der Regel etwa 0,1 bis 0,3 %. Alle Entkoffeinierungsverfahren finden statt, solange die Bohnen noch grün, also ungeröstet sind. Es gibt lösungsmittelbasierte Verfahren – indirekte und direkte Lösungsmittelverfahren – sowie lösungsmittelfreie Verfahren wie das Swiss-Water-Verfahren und das Kohlendioxidverfahren. Bei lösungsmittelbasierten Verfahren wird das Koffein mithilfe chemischer Lösungsmittel aus den Kaffeebohnen gelöst. Beim Swiss-Water-Verfahren wird Koffein durch Osmose und Löslichkeit aus den Bohnen entfernt, die dafür in heißem Wasser eingeweicht werden. Beim Kohlendioxidverfahren werden die Bohnen eingeweicht und anschließend mit flüssigem Kohlendioxid durchströmt, das das Koffein herauslöst.
Wie verwendet man eine Kaffeepresse, French Press oder Cafetière?
Eine Kaffeepresse ist einfach zu bedienen. Wenn du eine Kaffeemühle hast, mahle zuerst deine Bohnen. Du kannst natürlich auch vorgemahlenen Kaffee verwenden. Gib den Kaffee – etwa einen Esslöffel oder mehr – in die Kanne. Gieße etwas abgekochtes Wasser hinein und achte darauf, wie viel Wasser und Platz deine Presse benötigt, damit nichts überläuft. Rühre die Mischung kurz um und setze dann Sieb und Deckel auf. Lass den Kaffee drei bis vier Minuten ziehen und drücke anschließend den Filter langsam nach unten. Sobald du ihn ganz nach unten gedrückt hast, kannst du den Kaffee eingießen!
Was ist der Unterschied zwischen Filter- und Instantkaffee?
In Geschäften gibt es sowohl Filter- als auch Instantkaffee. Wenn du dich aber nicht besonders gut mit Kaffee auskennst, kann der Unterschied verwirrend sein. Instantkaffee ist bereits aufgebrühter Kaffee, der durch Zugabe von heißem Wasser wieder angerührt wird. Er löst sich auf und ist sofort trinkfertig. So kommst du vermutlich am einfachsten an eine Tasse Kaffee, etwa im Pausenraum bei der Arbeit. Filterkaffee besteht dagegen aus gemahlenen Röstbohnen, über die du kochendes Wasser gießt und die du anschließend filterst. So bleibt nur der frische Kaffee übrig – eine French Press funktioniert nach diesem Prinzip.
Wie viele Tassen Kaffee kann man bedenkenlos am Tag trinken?
Im Durchschnitt kann ein Mensch bedenkenlos drei bis fünf Tassen Kaffee am Tag trinken. Letztlich musst du selbst herausfinden, wie dein Körper auf Kaffee reagiert und wann du besser keinen mehr trinkst. Wenn du viel Koffein gut verträgst und weder nervös wirst noch Magenschmerzen bekommst, kannst du nach Belieben Kaffee trinken. Wenn du aber weißt, dass viel Koffein dich nachts wach hält und du morgens Kopfschmerzen bekommst, beschränke dich auf drei Tassen pro Tag. Mehr als fünf Tassen Kaffee täglich werden mit erhöhtem Cholesterin in Verbindung gebracht. Wer viel Kaffee trinkt, sollte sich daher auf fünf Tassen beschränken.
Ist Kaffee ungesund?
Insgesamt kann Kaffee viele positive Auswirkungen auf den Körper haben. Zu den gesundheitlichen Vorteilen zählen ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes, ein höherer Grundumsatz und sogar ein geringeres Risiko für bestimmte Krebsarten. Kaffee kann kognitivem Abbau vorbeugen, das Langzeitgedächtnis verbessern und möglicherweise sogar das Alzheimer-Risiko senken. Neben diesen körperlichen Auswirkungen enthält Kaffee auch viele Nährstoffe und Antioxidantien wie die Vitamine B2, B3 und B5. Die negativen Auswirkungen von Kaffee sind deutlich geringer. Ein Beispiel sind Kopfschmerzen als Entzugserscheinung, wenn du viel Kaffee trinkst. Die Vorteile überwiegen deutlich, aber wenn du viel Kaffee trinkst, kann die hohe Koffeinaufnahme deinen Schlaf beeinträchtigen.
Was macht einen guten Kaffee aus?
Ob ein Kaffee gut ist, hängt letztlich vom Geschmack ab. Doch wie manche sagen, gibt es Möglichkeiten, deinen Kaffee zu perfektionieren. Am besten verwendest du eigene Bohnen und mahlst sie bei Bedarf selbst. Bohnen können verderben, wenn sie zu lange offen liegen, und der Geschmack gemahlener Bohnen verändert sich mit der Zeit. Wenn du in einer Gegend mit hartem Wasser lebst, zum Beispiel in London, kann ein Wasserfilter zu einem ausgewogenen Kaffee beitragen. Achte außerdem auf Temperatur und Brühzeit, denn Kaffee kann leicht verbrennen. Kaffee nimmt auch den Geschmack des Brühvorgangs an, daher sollte die Kaffeemaschine immer sauber sein. Natürlich musst du keine Kaffeebohnen kaufen und selbst mahlen. Vielleicht schmeckt dir Kaffee, den du bereits häufiger kaufst, besser – doch Kaffeebohnen gelten allgemein als geschmackvoller.
Darf man während der Schwangerschaft Kaffee trinken?
Du kannst während der Schwangerschaft Kaffee trinken. Es wird jedoch empfohlen, die Koffeinaufnahme auf etwa 200 mg zu begrenzen, was ungefähr zwei Tassen Kaffee entspricht. Ein höherer Koffeinkonsum während der Schwangerschaft kann das Risiko einer Fehlgeburt oder eines Babys mit niedrigem Geburtsgewicht erhöhen. Letztlich liegt es an dir, ob du Koffein zu dir nehmen möchtest. Du kannst deinen Konsum aber reduzieren, indem du auf entkoffeinierte Getränke und kleinere Tassen Kaffee umsteigst.
Warum macht Kaffee mich müde?
Kaffee ist für seinen natürlich hohen Koffeingehalt bekannt – warum macht er manche Menschen trotzdem müde? Dafür gibt es viele Gründe. Koffein kann sich auf dich anders auswirken als auf andere. Wenn du zum Beispiel schon lange Kaffee trinkst, hast du möglicherweise eine leichte Toleranz entwickelt und erwartest deshalb eine Koffeinwirkung. Ein weiterer Grund können die harntreibenden Eigenschaften von Kaffee sein: Vielleicht bist du dehydriert und fühlst dich müder als sonst, wenn die Wirkung des Koffeins nachlässt.
Was enthält mehr Koffein – Kaffee oder Tee?
Eine durchschnittliche Tasse Tee enthält deutlich weniger Koffein als eine Tasse Kaffee. In trockenem Tee steckt vor dem Aufbrühen zwar mehr Koffein, doch beim Aufbrühen sinkt der Koffeingehalt. Außerdem verwenden wir für eine Tasse weniger Tee als Kaffee. Eine Tasse Kaffee mit 237 ml enthält etwa 94 mg Koffein, eine Tasse Tee mit derselben Menge dagegen nur 26 mg.
Welcher Kaffee enthält am meisten Koffein?
Der Koffeingehalt von Kaffee wird von mehreren Faktoren bestimmt. Zunächst beeinflusst die verwendete Kaffeesorte den Koffeingehalt. Robusta-Bohnen enthalten am meisten Koffein, während Arabica-Bohnen nur etwa halb so viel enthalten. Eine längere Brühzeit bedeutet ebenfalls mehr Koffein. Eine French Press brüht zum Beispiel etwa vier Minuten und enthält daher eine beträchtliche Menge Koffein. Espresso wird dagegen nur 20 bis 30 Sekunden lang zubereitet. Wegen seiner Portionsgröße ist das Koffein jedoch stärker konzentriert und damit in höherer Menge enthalten. Herkömmlicher Kaffee enthielt aufgrund seiner längeren Brühzeit am meisten Koffein (94 mg), dicht gefolgt von Espresso (63 mg). Dahinter folgen Filterkaffee, Latte und Cappuccino.
Wie reinigt man eine Kaffeemaschine?
Kaffeemaschinen bieten einen guten Nährboden für Schimmelsporen. Die Reinigung deiner Maschine sollte Teil der monatlichen Putzroutine sein, damit dein Kaffee gut schmeckt und hygienisch bleibt. Am besten verwendest du weißen Essig: Mische drei Tassen Essig mit sechs Tassen Wasser – oder mit der halben Wassermenge, wenn du deine Maschine länger nicht gereinigt hast. Alternativ kannst du Zitronensäure und heißes Wasser verwenden. Nimm niemals Bleichmittel oder Natron, denn die Mischung mit Essig und Wasser kann giftig sein und deine Maschine beschädigen. Setze wie gewohnt einen Filter in die Kaffeemaschine ein und gieße die Mischung in den Wassertank. Schalte die Maschine ein und lass die Mischung vollständig durchlaufen, bevor du den Filter herausnimmst. Lass sie abkühlen, spüle die Kaffeemaschine aus und wiederhole den Vorgang mit klarem kaltem Wasser.
Wie entfernt man Kaffeeflecken?
Kaffeeflecken können tief ins Gewebe eindringen und schwer zu entfernen sein. Tupfe den Fleck sofort nach dem Verschütten mit Papier ab und spüle ihn anschließend mit kaltem Wasser aus. Diese beiden einfachen Schritte helfen meist, den Fleck zu entfernen. Wenn er hartnäckig ist, kannst du es mit Waschmittel oder Essig versuchen. Reibe das Reinigungsmittel ein, lass es einige Minuten einwirken und spüle den Fleck anschließend aus. Mische weißen Essig und Wasser mit etwas Reinigungsmittel zu einer Paste und trage sie auf den Fleck auf – aber nur, wenn du sicher bist, dass sie keine Verfärbungen verursacht. Schrubbe den Fleck und spüle ihn gründlich aus.
Warum wurde Kaffee so beliebt?
Kaffee ist das beliebteste Getränk der Welt, doch wie kam es dazu? Die Geschichte der Kaffeebohnen reicht Jahrhunderte zurück. Kaffee stammt aus Äthiopien und der Arabischen Halbinsel und war schon damals so beliebt wie heute. Kaffeehäuser wurden ab dem 17. Jahrhundert in Europa populär. Die berühmte Boston Tea Party von 1773 führte dazu, dass viele Menschen in den USA Tee gegen Kaffee eintauschten und einen regelrechten Kaffeeboom auslösten. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Soldaten schnell kaffeesüchtig, weil sie damit ihr Energieniveau hochhielten. Mit der Erfindung des Fernsehens entstand eine wichtige Plattform, um Instantkaffee zu bewerben. Darauf folgte der Aufstieg moderner Cafés, noch vor dem Kaffeegiganten Starbucks. Seitdem ist Kaffee das beliebteste Getränk der Welt geblieben.