Cafendo

Kaffeeherkunft

Kaffee: Brasilien

Cafendo listet 1.591 Kaffees mit Bohnen aus dieser Herkunft (Brasilien), von 684 Röstereien in 42 Ländern. 1.241 davon sind Single Origins; die übrigen sind Blends mit Bohnen auch aus anderen Ländern.

Am häufigsten in den Geschmacksnoten der Röstereien zu 142 Single Origins:

  • Schokolade 49 %
  • Nüsse 44 %
  • Karamell 21 %
  • Honig und Zucker 15 %

Röstereien mit Kaffee aus dieser Herkunft

Brasilien auf einen Blick

Anbaugebiete
Minas Gerais, São Paulo, Espírito Santo, Paraná, Bahia und Rondônia
Ernte
Juni – September
Art
Arabica und Robusta
Aufbereitung
natürlich (in der Kirsche getrocknet)

Quellen: Wikipedia: Coffee production in Brazil

1.591 Produkte · Lieferland Deutschland: zuerst Röstereien mit Sitz dort, dann die, die laut Shop dorthin liefern

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Fragen zu Kaffee: Brasilien

Brasilien: Wie schmeckt der Kaffee?

In den Geschmacksnoten, die Röstereien zu 142 Single Origins aus diesem Land auf Cafendo geschrieben haben, kommen diese Aromen am häufigsten vor: schokolade (49 %), nüsse (44 %), karamell (21 %) und honig und zucker (15 %).

Brasilien: Wo wird Kaffee angebaut?

Die wichtigsten Anbaugebiete sind Minas Gerais, São Paulo, Espírito Santo, Paraná, Bahia und Rondônia.

Brasilien: Wann wird Kaffee geerntet?

Erntezeit: Juni – September.

Brasilien: Wie wird der Kaffee aufbereitet?

Übliche Aufbereitungen sind natürlich (in der Kirsche getrocknet).

Brasilien: Wo kann ich den Kaffee kaufen?

Cafendo listet 1.591 Kaffees mit Bohnen aus dieser Herkunft (Brasilien), von 684 Röstereien in 42 Ländern. 1.241 davon sind Single Origins; die übrigen sind Blends mit Bohnen auch aus anderen Ländern. Cafendo verkauft selbst keinen Kaffee: Jeder Kaffee verlinkt auf einen Shop, der ihn verkauft, meist den der Rösterei. Die Röstereien mit den meisten Kaffees von dort auf Cafendo sind Caffè Carbonelli, RhoadsRoast Coffees und Filicori Zecchini.

Brasilien ist der inoffizielle König unter den Kaffeeproduzenten der Welt. Seit über 150 Jahren ist das Land der größte Kaffeeproduzent. Auch heute kann Brasilien mit einigen beeindruckenden Zahlen aufwarten. Derzeit wächst dort etwa ein Drittel des weltweit produzierten Kaffees. In der Vergangenheit lag dieser Anteil jedoch bei etwas weniger als 80 %.

Der erste Kaffee in Brasilien wurde 1727 von Francisco de Melo Palheta in der Region Pará im Norden des Landes angepflanzt. Doch die wahre Ursprungsgeschichte ist von einer Legende umrankt. Der Erzählung nach reiste Palheta auf einer diplomatischen Mission nach Französisch-Guayana. Die Kaffeebohnen wurden ihm in einem Blumenstrauß versteckt überreicht, weil er die Frau des Gouverneurs verführt hatte. Zunächst wurde Kaffee ausschließlich für den heimischen Verbrauch angebaut und blieb eine unbedeutende Kulturpflanze, bis er sich nach Süden ausbreitete. Die neue Pflanze wurde von Garten zu Garten und von Bauernhof zu Bauernhof weitergegeben und schließlich als Nutzpflanze angebaut.

Nachdem sich die Pflanze verbreitet hatte, begann die kommerzielle Kaffeeproduktion. Das wichtigste Anbaugebiet lag am Fluss Paraíba, relativ nahe bei Rio de Janeiro. Diese Gegend eignet sich perfekt für den Kaffeeanbau – nicht nur wegen des idealen Geländes, sondern auch wegen der Nähe zu Rio de Janeiro, von wo aus sich der Kaffee gut exportieren ließ.

Zwischen 1820 und 1830 nahm die Kaffeeproduktion deutlich zu: Brasilien produzierte nun nicht mehr nur für den eigenen Bedarf, sondern für den Weltmarkt. Diejenigen, die mit dem Kaffeeanbau begannen, wurden unglaublich reich und mächtig und als „Kaffeebarone“ bezeichnet.

Bis 1830 war Brasilien zum führenden Produzenten von 30 % des weltweit angebauten Kaffees geworden. Bis zum Alter von zehn Jahren war der Anteil auf 40 % gestiegen, obwohl der massive Anstieg des Angebots zu einem Rückgang des allgemeinen Kaffeepreises geführt hatte.

Jahre mit hohen und niedrigen Erträgen

Da Brasilien ein so dominanter Kaffeelieferant für den Weltmarkt war, hatte alles, was das Land tat, enorme Auswirkungen auf die weltweiten Preise. Die Erträge Brasiliens unterlagen einem Wechselzyklus. Im Laufe der Jahre zeigte sich, dass die Ernte Brasiliens jährlich zwischen hohen und niedrigen Erträgen schwankt. In den letzten Jahren wurden Maßnahmen ergriffen, um diesen Effekt abzumildern und die Schwankungen zu verringern, damit die Erträge von Jahr zu Jahr stabiler ausfallen. Ursache für diese Ertragsschwankungen ist der natürliche Wechsel zwischen Jahren mit großen und kleinen Ernten. Dieser Zyklus lässt sich jedoch durch einen leichten Rückschnitt beeinflussen. In Brasilien war ein leichter Rückschnitt nicht üblich; die Anbauenden entschieden sich für einen starken Rückschnitt, sodass die Ernte im Folgejahr gering ausfiel.

In der Vergangenheit gab es dramatische Ereignisse wie den Schwarzfrost von 1975, der die Ernte des Folgejahres um fast 75 % verringerte. Infolge des Frosts verdoppelte sich der allgemeine Kaffeepreis beinahe. In den Jahren 2000 und 2001 gab es zwei Jahre hintereinander mit großen Ernten, was 2002 zu einer enormen Kaffeeproduktion führte. Das fiel mit einer weiteren langen Phase niedriger Kaffeepreise zusammen, die durch den Überschuss an Kaffee auf dem Weltmarkt verursacht wurde.

Moderne Kaffeeproduktion

Brasilien ist zweifellos das am weitesten entwickelte und industrialisierte Kaffeeanbauland der Welt. Der Fokus auf die Produktion hat jedoch nicht zu einem besonders guten Ruf für die Herstellung hochwertigster Kaffees geführt. Die meisten großen Farmen verwenden vergleichsweise einfache Erntemethoden, etwa das Stripping, bei dem alle Kaffeekirschen auf einmal von einem Zweig entfernt werden. Sind die Plantagen groß und eben – wie es bei den größeren Kaffeefarmen in Brasilien häufig der Fall ist –, werden die Kaffeekirschen mit Erntemaschinen von den Zweigen geschüttelt. Keine dieser Methoden berücksichtigt den Reifegrad; deshalb können sich viele unreife Kaffeekirschen im geernteten Kaffee befinden.

Lange Zeit wurde der größte Teil des Kaffees in Brasilien außerdem verarbeitet, indem alle Kaffeekirschen auf der Terrasse getrocknet wurden (siehe Natural Process). Die Einführung des pulped-natural-Verfahrens Anfang der 1990er-Jahre trug wesentlich zur Qualitätsverbesserung bei. Doch jahrelang musste es sich gegen Spezialitätenkaffee-Erzeugende in Brasilien behaupten, die Kaffee von Hand pflücken, waschen und in höheren Lagen interessante Sorten anbauen können. Das Land ist für die Produktion säurearmer, körperarmer Kaffees bekannt, die sich besonders gut für Espressomischungen eignen.

Obwohl ein Großteil des brasilianischen Kaffees in Höhenlagen wächst, die für hohe Qualität weniger geeignet sind, gibt es dennoch einige sehr interessante und köstliche Kaffees. Das Land produziert außerdem sehr klare und süße Kaffees mit hoher Säure, die viele – durchaus zu Recht – köstlich und erschwinglich finden.

Robusta

Zusätzlich zu Arabica ist Brasilien einer der weltweit führenden Produzenten von Robusta. In Brasilien wird Robusta gemeinhin „Conilon“ genannt und unter anderem in Regionen wie Rondonia angebaut.

Inlandsverbrauch

Brasilien hat erfolgreich versucht, den heimischen Kaffeeverbrauch zu steigern. Wenn Kindern schon früh in der Schule Kaffee angeboten wird, mag das einige überraschen. Doch beim Kaffeekonsum kann Brasilien mit den Vereinigten Staaten konkurrieren. Rohkaffee darf nicht nach Brasilien eingeführt werden. Daher wird der größte Teil des dort angebauten Kaffees auch im Land konsumiert, obwohl die Qualität des für den heimischen Verbrauch bestimmten Kaffees niedriger ist als die des Exportkaffees.

In den Großstädten sind Cafés entstanden. Der Kaffeepreis dort entspricht jedoch dem in den besten Cafés der USA und Europas. Das macht ihn zu einem weiteren Symbol für die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in Brasilien.

Rückverfolgbarkeit

Hochwertige brasilianische Kaffees lassen sich in der Regel bis zu einer bestimmten Farm (Fazenda) zurückverfolgen, während Kaffee geringerer Qualität als Sammelpartie verkauft wird und nicht rückverfolgbar ist. Der als „Santos“ gekennzeichnete Kaffee stammt aus dem Hafen von Santos; der Name hat nichts mit dem Ort zu tun, an dem der Kaffee angebaut wurde. Brasilien ist eine deutliche Ausnahme von der allgemeinen Regel, dass Rückverfolgbarkeit und Qualität zusammenhängen: Es gibt dort Farmen, die mehr Kaffee produzieren als ganz Bolivien. Und obwohl sich Kaffee aufgrund der Produktionsmenge möglicherweise rückverfolgen lässt, ist das Ergebnis nicht unbedingt besser.

Geschmacksprofil

Ein besserer brasilianischer Kaffee hat in der Regel wenig Säure, ist schwer zu verkosten und schmeckt süß, oft mit Noten von Schokolade und Walnuss.

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