Aufbewahrung und Dosierung
Bewahre die Bohnen luftdicht und kühl auf Lagere deine Bohnen an einem dunklen und kühlen Ort. Schränke in der Nähe des Ofens sind oft zu warm, und auch auf der Küchenarbeitsplatte sind sie der intensiven Nachmittagsson…
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Bewahre die Bohnen luftdicht und kühl auf
Lagere deine Bohnen an einem dunklen und kühlen Ort. Schränke in der Nähe des Ofens sind oft zu warm, und auch auf der Küchenarbeitsplatte sind sie der intensiven Nachmittagssonne ausgesetzt.
Die handelsübliche Kaffeeverpackung eignet sich in der Regel nicht zur langfristigen Aufbewahrung. Investiere nach Möglichkeit in luftdichte Vorratsbehälter.
Wie bewahrst du Kaffee richtig auf?
Kaufe die richtige Menge
Kaffee verliert fast unmittelbar nach der Röstung an Frische. Kaufe lieber häufiger kleine Mengen frisch gerösteten Kaffee – genug für ein bis zwei Wochen.
Luftkontakt schadet den Bohnen. Wenn du deine Kaffeebohnen gern in einem gut zugänglichen und ansprechenden Behälter aufbewahrst, teile deinen Vorrat am besten in kleinere Portionen auf. Den größeren, ungenutzten Teil lagerst du in einem luftdichten Behälter.
Das ist besonders wichtig, wenn du vorgemahlenen Kaffee kaufst, der stärker mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Wenn du ganze Bohnen kaufst, mahle die gewünschte Menge unmittelbar vor dem Aufbrühen.
Bohnen einfrieren?
Frische ist entscheidend für eine gute Tasse Kaffee. Fachleute sind sich einig, dass Kaffee möglichst bald nach der Röstung verbraucht werden sollte – insbesondere, nachdem die Versiegelung der Originalverpackung geöffnet wurde.
Ob Kaffee eingefroren oder gekühlt werden sollte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Entscheidend ist, dass Kaffee Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt – ebenso Gerüche und Geschmäcker, denn er ist hygroskopisch (ein Bonuswort für alle Kaffeeliebhaber da draußen).
Die meisten Vorratsbehälter für den Haushalt lassen dennoch etwas Sauerstoff hinein. Deshalb können Lebensmittel, die lange im Gefrierfach gelagert werden, Gefrierbrand bekommen. Wenn du deine Bohnen also kühlst oder einfrierst, solltest du unbedingt einen luftdichten Behälter verwenden.
Wenn du Kaffee einfrieren möchtest, nimm schnell die benötigte Menge für höchstens eine Woche heraus und lege den Rest zurück ins Gefrierfach, bevor sich Kondenswasser auf dem gefrorenen Kaffee bildet.
Das Einfrieren der Bohnen verändert den grundlegenden Brühvorgang nicht.
Ganze Bohnen und gemahlenen Kaffee richtig aufbewahren
Kaffee lässt sich am besten in trockenen, luftdichten Behältern aufbewahren. Schütze deine Lieblingsmischung zu Hause vor Luft, Feuchtigkeit, Wärme und Licht. Hier findest du kurze Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Kaffeebohnen und gemahlenem Kaffee, damit Frische und Aroma möglichst lange erhalten bleiben.
Der richtige Aufbewahrungsort für Kaffee
Praktische Erreichbarkeit ist wichtig – wer möchte schon um sechs Uhr morgens erst nach dem Kaffee suchen? Gleichzeitig soll dein Kaffee frisch und köstlich bleiben. Beachte deshalb Folgendes:
- Wähle einen kühlen, dunklen und trockenen Ort, zum Beispiel eine Vorratskammer oder einen Schrank.
- Bewahre Kaffee nicht im Kühlschrank oder Gefrierfach auf. Feuchtigkeit kann durch die Verpackung dringen.
- Meide warme Orte wie über oder neben dem Ofen sowie Schränke, die sich durch Sonnenlicht oder Küchengeräte aufheizen.
- Du kannst den Kaffee auf der Arbeitsplatte aufbewahren, wenn er in einem lichtundurchlässigen, luftdichten Behälter steht – vor direkter Sonne und Wärmequellen geschützt.
Der richtige Behälter für Kaffee
Sobald du die vakuumversiegelte Packung öffnest, verliert der Kaffee schnell an Frische. Fülle ihn daher möglichst bald in einen geeigneten Behälter um.
- Am besten eignen sich lichtundurchlässige Behälter aus Glas, Keramik oder reaktionsarmem Metall mit Dichtungsring.
- Durchsichtige Glas- oder Kunststoffbehälter solltest du an einem dunklen Ort aufbewahren.
Wie lange bleibt Kaffee frisch?
Kaffee verliert unmittelbar nach der Röstung an Frische; sein Aroma erreicht in den folgenden Tagen seinen Höhepunkt. Gemahlener Kaffee sollte am besten innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Röstung verbraucht werden, ganze Bohnen innerhalb eines Monats. Mit diesen Tipps bleibt dein Kaffee möglichst lange in Bestform:
- Kaufe häufig frisch gerösteten Kaffee in Mengen, die für ein bis zwei Wochen reichen, und bewahre ihn richtig auf.
- Bewahre größere Kaffeemengen in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, dunklen Ort auf und fülle kleine Mengen für den täglichen Gebrauch in einen zweiten Behälter. Öffne den großen Behälter nur, wenn du den kleineren auffüllen musst. So kommt der meiste Kaffee weniger mit Luft in Kontakt.
Gemahlener Kaffee oder ganze Bohnen?
Gemahlener Kaffee hat eine größere Oberfläche und wird schneller schlecht als ganze Bohnen. Mahle deine Kaffeebohnen am besten jeden Morgen frisch, wenn du Zeit, Energie und die passende Ausrüstung hast. Wenn du dich nicht darauf festlegen möchtest, kannst du trotzdem köstlichen frischen Kaffee genießen: Verwende ganze Bohnen innerhalb eines Monats nach der Röstung und gemahlenen Kaffee innerhalb von zwei Wochen.
Selbst rösten und mahlen
Als Kaffeekenner möchtest du vielleicht einmal Rohkaffeebohnen kaufen, rösten und mahlen. Rohkaffeebohnen gibt es normalerweise bei hochwertigen Kaffeefachhändlern. Im Vergleich zu gerösteten Bohnen lassen sie sich besser lagern und sind länger haltbar. Bei richtiger Aufbewahrung bleiben sie über ein Jahr frisch.
Du kannst Rohkaffeebohnen zu Hause rösten und anschließend mahlen, um mit etwas Arbeit den frischesten Kaffee zuzubereiten.
In den ersten Tagen nach der Röstung geben deine Bohnen viel Kohlendioxid ab. Bewahre sie in einem Beutel mit Ventil oder einem luftdichten Behälter auf und öffne den Behälter in den ersten Tagen täglich, damit das angesammelte Kohlendioxid entweichen kann.
Tipps zum Kauf
Wenn du möglichst frischen Kaffee möchtest, wähle eine Marke mit Verpackungen mit Ventil statt vakuumversiegelten Verpackungen.
Vakuumversiegelter Kaffee muss vor dem Verpacken eine Weile ruhen, da das aus dem Kaffee entweichende Gas die Packung aufblähen oder sogar zum Platzen bringen kann. Bei Verpackungen mit Ventil kann das Gas aus der Kaffeepackung entweichen, während keine Luft hineingelangt. Deshalb kann der Kaffee direkt nach der Röstung verpackt werden.
Die besten Vorratsbehälter für Kaffee auswählen – ja, du brauchst einen
Bei Coffeeness spreche ich viel darüber, wie man Kaffee zubereitet, erkläre, warum eine gute Kaffeemühle wichtig ist, und erinnere daran, dass hochwertige, frisch geröstete Bohnen unverzichtbar sind.
Doch wo bewahrst du deine hervorragenden Kaffeebohnen auf, damit sie frisch bleiben und köstlich geröstet schmecken?
Jetzt kommt der Moment, auf den ihr alle gewartet habt: ein Ratgeber zu den besten Vorratsbehältern für Kaffee. In diesem Artikel erfährst du, worauf es bei einem Kaffeebehälter ankommt und welche Materialien sich am besten eignen. Außerdem gebe ich dir ein paar freundliche Hinweise zur richtigen Aufbewahrung, damit dein Kaffee möglichst lange frisch bleibt.
Warum brauchst du einen Vorratsbehälter für Kaffee?
In meinem Artikel über die Aufbewahrung von Kaffeebohnen habe ich über Umwelteinflüsse gesprochen, die sich auf die Frische des Kaffees auswirken. Eines steht fest: Sobald frisch gerösteter Kaffee die behagliche Umgebung der Rösterei verlässt, scheint sich die ganze Welt gegen ihn zu verschwören.
Die empfindlichen Bohnen leiden unter Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Wärme und Sauerstoff – all das kann ihnen erheblich schaden.
Deshalb sollten alle Kaffeeliebhaber, die Geschmack und Aroma schätzen, ihre Bohnen schützen und sie in einem geeigneten Behälter vor den Einflüssen der Außenwelt bewahren.
Es gibt viele Möglichkeiten, von einfachen luftdichten Gläsern bis hin zu hochmodernen, vakuumversiegelten Behältern. Für den besten Vorratsbehälter musst du aber kein Vermögen ausgeben.
Wie viel du auch ausgibst: Du verlängerst damit die Frische und erhältst das Aroma deiner Bohnen.
Sollte ich den Kaffee nicht in der Originalverpackung lassen?
Kaffeeverpackungen haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt – auch wenn einige meiner Lieblingsbohnen immer noch in den altmodischen Kraftpapiertüten mit wiederverschließbaren Blechbindern stecken.
Heute verkaufen die meisten Third-Wave-Röstereien Premium-Kaffeebohnen in luftdichten, wiederverschließbaren Kunststoffbeuteln mit einem Einwegventil, durch das Kohlendioxid entweichen kann.
Nach dem Öffnen lässt sich die Packung zwar wieder verschließen, aber sie dauerhaft dicht zu halten, ist schwierig.
Deshalb lasse ich die Kaffeebohnen in dem Beutel, in dem ich sie gekauft habe, und stelle ihn in einen luftdichten Behälter. Vorsicht ist besser als Nachsicht, oder?
Wie lange bleibt Kaffee frisch?
Ganz gleich, wie du deine Kaffeebohnen aufbewahrst: Kaffee ist ein verderbliches Naturprodukt und bleibt nicht für immer frisch.
Faktoren wie Röstprofil und Varietät beeinflussen die Haltbarkeit des Kaffees. Um die Frische zu maximieren, solltest du jedoch frisch geröstete Bohnen kaufen.
Noch besser ist es, Bohnen von einer Rösterei zu kaufen, die das Röstdatum auf der Packung angibt. Wenn ich keins sehe, bin ich skeptisch – das solltest du auch sein.
Denk daran, dass Kaffee vor der Verwendung ein paar Tage „ruhen“ oder „entgasen“ muss. In dieser Zeit wird Kohlendioxid freigesetzt. Deshalb eignen sich sprudelnde Kaffeebohnen nicht gut, um Espresso aus einer Siebträgermaschine oder einem Kaffeevollautomaten zu extrahieren.
Nach der Ruhezeit sind deine frisch gerösteten Kaffeebohnen etwa zwei Wochen lang auf dem Höhepunkt. In dieser Zeit entfalten sie ihr volles Potenzial und können sogar noch an Tiefe und Komplexität gewinnen.
Danach verlieren die Bohnen allmählich ihr Aroma und ihren Geschmack und werden schließlich schal und abgestanden. Damit die gute Zeit möglichst lange anhält, solltest du dich an die vier goldenen Regeln für die Aufbewahrung von Kaffee halten:
- Vor Sauerstoff schützen. Verringere den Sauerstoffkontakt, um die Oxidation zu verlangsamen und die Frische zu bewahren – so werden deine Bohnen nicht schal.
- Vor Feuchtigkeit schützen. Bewahre deinen Kaffee in einer trockenen Umgebung auf, damit er keine Feuchtigkeit aufnimmt und die Bohnen nicht schimmeln.
- Vor Licht schützen. Verzichte auf hübsche Glasbehälter und verwende lichtundurchlässige Vorratsbehälter, um schädliche UV-Strahlung abzuhalten.
- Von Wärmequellen fernhalten. Bewahre die Bohnen in einem kühlen, dunklen Schrank auf. So schützt du sie vor Wärmequellen wie Herdplatten oder Fenstern.
Die besten Vorratsbehälter für Kaffee: luftdicht oder vakuumversiegelt?
Wenn du dich auch nur ein paar Minuten über die besten Kaffeedosen informiert hast, bist du wahrscheinlich auf das meistdiskutierte Thema unter Kaffeefans gestoßen: luftdichte Behälter oder vakuumversiegelte Behälter?
Ein luftdichter Kaffeebehälter bietet zwar keine völlig sauerstofffreie Umgebung, kommt dem aber sehr nahe. Denk daran, dass der freie Platz im Behälter immer größer wird, sobald du Bohnen verbrauchst. Dadurch hat der Sauerstoff mehr Raum, um Schaden anzurichten.
Vakuumversiegelte Behälter zur Kaffeeaufbewahrung gehen noch einen Schritt weiter. Sie schaffen nahezu eine sauerstofffreie Umgebung, indem sie die Luft aktiv aus dem Behälter ziehen. Das verlangsamt die Oxidation erheblich. Doch was ist mit dem Kohlendioxid? Wenn du frisch gerösteten Kaffee in einem vakuumversiegelten Behälter aufbewahrst, können die Bohnen schließlich nicht entgasen.
Eine mögliche Lösung: Erzeuge während der ersten Tage nach der Röstung kein Vakuum.
Alternativ kannst du frisch geröstete Kaffeebohnen ein paar Tage in einem luftdichten Kaffeebehälter aufbewahren – am besten mit einem CO₂-Ventil – und sie anschließend in einen vakuumversiegelten Behälter umfüllen. Das ist allerdings eher etwas für besonders kompromisslose Frische-Fans.
Die besten Vorratsbehälter aus Kunststoff für Kaffee
Im Allgemeinen bin ich kein großer Fan von Kunststoffprodukten.
Natürlich mache ich beim AeroPress eine Ausnahme, aber Kaffee und heißes Wasser in einem Kunststofffilter zuzubereiten, gefällt mir nicht. Bei den Materialien für die besten Kaffeebehälter hat Kunststoff allerdings einige Vorteile:
- Kaffeerückstände und -öle lassen sich leicht entfernen.
- Meist sehr günstig.
- Relativ robust und langlebig.
- Achte darauf, dass der Kunststoff BPA-frei und vor UV-Licht geschützt oder vollständig lichtundurchlässig ist. Dann kannst du sicher sein, dass du und deine Kaffeebohnen gut geschützt seid!
3 nützliche Hilfsmittel für die Espressozubereitung – Dosieren, Tampen und Verteilen
Espresso-Einsteiger mahlen meist ein paar Bohnen, tampen das Kaffeemehl, setzen den Siebträger in die Brühgruppe ein und überlassen den Rest der Espressomaschine. Das klingt einfach, kann aber verwirrend sein – und schlimmer noch: Durch die ungleichmäßige Extraktion schmeckt der Espresso weniger gut.
In diesem Artikel erkunden wir die besten Möglichkeiten, die Espressozubereitung einfacher und gleichmäßiger zu machen. Außerdem prüfen wir, ob für das Verteilen, Dosieren und Tampen spezielle Techniken oder Hilfsmittel nötig sind.
Wir stellen drei praktische und nützliche Hilfsmittel vor, die allen Kaffeefans das Brühen von Espresso erleichtern und gleichmäßiger machen. Wenn du weitere Tipps zur Espressozubereitung zu Hause suchst, wirf einen Blick auf diesen Brühleitfaden.
Drei nützliche Hilfsmittel für Espresso-Einsteiger
Dosierbecher oder Dosing Cup.
Ein Dosiertrichter (oder Dosierbecher) ist ein einfaches, günstiges Hilfsmittel, das auf deiner Kaffeestation nicht fehlen sollte.
Warum brauchen wir Dosiertrichter?
Bei den meisten Espressomaschinen und Mühlen kannst du die Zutaten direkt in den Siebträger geben. Das klingt praktisch, kann aber unübersichtlich werden.
Beim Mahlen springt das Kaffeemehl durch statische Aufladung oft an den Seiten ab. Selbst wenn es im Siebträger landet, bildet es oben einen kleinen Hügel. Du musst dann leicht dagegenklopfen, damit sich das Kaffeemehl vor dem Tampen gleichmäßiger verteilt.
Wenn du jedoch zu kräftig tampst, kann das Kaffeemehl oben herausfallen. Das macht nicht nur die Arbeitsplatte schmutzig, sondern verschwendet auch guten Kaffee. Dosiertrichter helfen, dieses Problem zu vermeiden.
Wie funktioniert ein Dosiertrichter?
Setze den Dosiertrichter einfach oben auf den Siebträger. So sparst du Kaffee und Zeit.
Dosiertrichter sind praktisch und sorgen, wie auf dem Bild zu sehen, dafür, dass beim Mahlen kein Kaffeemehl seitlich am Siebträger vorbeifällt. So bleiben weder die Arbeitsplatte noch die Mühle schmutzig.
Wenn du das Kaffeemehl verteilst, kannst du einfach mit der Hand gegen die Seite des Siebträgers klopfen oder ihn senkrecht auf die Tampmatte stoßen – ohne dir Sorgen machen zu müssen, dass oben etwas herausfällt.
Wähle den passenden Dosiertrichter
Der Dosiertrichter für einen Espresso-Siebträger hat einen Durchmesser von 54 mm und eignet sich perfekt für Barista Pro oder Express. Es gibt jedoch viele Größen und Marken zur Auswahl. Am wichtigsten ist, dass der Durchmesser des Dosiertrichters zum Siebträger passt.
Nachteil
Bei manchen Mühlen und Espressomaschinen mit integrierter Mühle lässt sich der Dosiertrichter nicht auf dem Siebträger befestigen. In diesem Fall musst du den Mahlvorgang manuell starten.
Ein Dosierkännchen als Alternative
Ein Dosierbecher löst die oben genannten Probleme. Er hat meist einen äußeren Rand, der direkt in den Siebträger eingesetzt werden kann. Achte dabei auf den Durchmesser des Siebkorbs. Ist der Dosierbecher zum Beispiel ein paar Millimeter kleiner als der Durchmesser des Korbs, kann er mehr Probleme schaffen, als er löst.
Unsere Empfehlung
Wir empfehlen einen Dosiertrichter für Espresso (je nach Siebkorb brauchst du möglicherweise eine andere Größe).
Verteilwerkzeug (Coffee Leveler/Coffee Distributor)
Das nächste Hilfsmittel ist ein Verteilwerkzeug (oft Coffee Leveler oder Coffee Distributor genannt). Über Verteilwerkzeuge wird in der Branche viel diskutiert. Einige Kaffeeexperten schwören darauf, andere nicht. Unserer Meinung nach können sie für Einsteiger nützlich sein.
Warum brauchst du ein Verteilwerkzeug für Kaffee?
Das gleichmäßige Verteilen des Kaffeemehls vor dem Tampen ist entscheidend dafür, dass das Wasser beim Bezug gleichmäßig durch das Kaffeebett fließt.
Kaffeefans verteilen ihr Kaffeemehl auf verschiedene Weise. Dazu gehört, es mit Daumen und Fingern zu glätten (die sogenannte Stockfleth-Methode), gegen die Seiten des Siebträgers zu klopfen oder den Boden des Siebträgers auf die Arbeitsplatte zu stoßen, damit sich das Kaffeemehl setzt und gleichmäßiger verteilt.
Mit einem Verteilwerkzeug gelingt das gleichmäßiger und sauberer als von Hand oder mit anderen Methoden.
Wenn du dich dafür entscheidest, musst du mit der richtigen Intensität arbeiten. Andernfalls kann Kaffeemehl aus dem Siebträger fallen und eine Sauerei verursachen.
Mit einem Verteilwerkzeug gelingt der Espresso gleichmäßiger und die Extraktion wird homogener. Du kannst die Tiefe einstellen und jedes Mal dieselbe Anzahl an Drehungen machen.
Wie funktionieren Verteilwerkzeuge für Espresso?
Beim Verteilen wird das Kaffeemehl vor dem Tampen vorbereitet und verdichtet.
Setze den Coffee Distributor einfach auf das Kaffeemehl und drehe ihn ein paar Mal, damit es sich im Siebträger jedes Mal gleichmäßig verteilt. So erhältst du eine sehr ebene Oberfläche, die sich perfekt tampen lässt.
Bei einigen Verteilwerkzeugen lässt sich die Tiefe einstellen. Wir empfehlen, mit einer möglichst geringen Tiefe anzufangen und sie dann anzupassen.
Wähle das passende Verteilwerkzeug
Verteilwerkzeuge gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Preisklassen. Am wichtigsten ist, dass du das richtige Werkzeug für die Größe deines Siebkorbs wählst. Sie sind meist in Größen von 54 mm und 58 mm erhältlich und passen auf die meisten kommerziellen und privaten Espressomaschinen.
Manche Coffee Distributor haben an der Unterseite vier abgeschrägte Flächen, andere nur drei oder eine V-Form. Wir halten das Design nicht für entscheidend. Wir verwenden dieses Verteilwerkzeug mit drei Armen an der Basis und es funktioniert hervorragend.
Espressotamper
Die meisten Espressomaschinen werden mit einem Tamper geliefert, der seinen Zweck erfüllt. Manche mitgelieferten Tamper sind jedoch von schlechter Qualität und aus Kunststoff. In diesem Fall lohnt es sich, in einen schwereren Tamper zu investieren.
Selbst wenn deine Espressomaschine einen guten Tamper hat, kann ein separat gekaufter Tamper den Vorgang erleichtern und bessere Ergebnisse liefern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: kalibrierte Tamper oder Palm-Tamper, oft in Kombination mit einem Verteilwerkzeug.
Warum Espressotamper wichtig sind
Für unerfahrene Espressozubereiter kann das Tampen schwierig sein. Eine Frage ist, wie viel Druck du anwenden solltest. Eine andere, wie du bei jedem Bezug dasselbe Ergebnis erzielst. Kalibrierte Tamper und Palm-Tamper sorgen für ein gleichmäßigeres Tampen.
Wie funktioniert das?
Bei einem Palm-Tamper kannst du die Tiefe einstellen. Er überschreitet diese Einstellung dann nicht. Sobald der Rand des Tampergriffs den Rand des Siebträgers erreicht, kannst du nicht weiterdrücken. Dadurch wird das Kaffeemehl nur bis zur eingestellten Tiefe verdichtet. Das sorgt für einen gleichmäßigeren Arbeitsablauf bei der Espressozubereitung.
Ein kalibrierter Tamper hat eine Feder zwischen Basis und Griff. Er klickt, wenn du einen Druck von etwa 13,6 kg ausübst. So kannst du bei jedem Espresso denselben Druck anwenden. Das vereinfacht das Tampen und macht ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Einsteiger.
Wähle den passenden Tamper
Kalibrierte Tamper und Palm-Tamper gibt es von verschiedenen Marken und in unterschiedlichen Größen.
Oft ist ein Palm-Tamper in den zuvor beschriebenen Verteilwerkzeugen enthalten. Eine Seite dient zum Verteilen, die andere zum Tampen. Das ist sehr praktisch, und wir mögen diese Kombination.
Die meisten kalibrierten Tamper üben denselben Druck aus – etwa 13,6 kg – und funktionieren auf dieselbe Weise. Die Wahl hängt also von der Größe deines Siebträgers und deinen optischen Vorlieben ab.
Abschließende Gedanken
Espresso zu Hause zuzubereiten, ist eine erfüllende und unterhaltsame Erfahrung. Allerdings erfordert es auch eine gewisse Genauigkeit und kann verwirrend und frustrierend sein. Die in diesem Leitfaden beschriebenen Hilfsmittel sollen den Vorgang vereinfachen und Rätselraten vermeiden. Für guten Espresso sind sie jedoch nicht unbedingt notwendig.
Ob du zum ersten Mal Espresso zubereitest oder seit Jahren als Barista arbeitest: Mit diesen zusätzlichen Hilfsmitteln kannst du deinen Espresso gleichmäßiger zubereiten und dabei Verwirrung vermeiden.
Sie kümmern sich um einige der wichtigeren Variablen für den perfekten Espresso. So kannst du dich auf andere Faktoren konzentrieren, darunter den Mahlgrad, die Einstellung der Temperatur und die Mahlmenge.
Was ist eine Kaffeedosis? (Alles, was du wissen musst)
Die richtige Dosierung ist entscheidend für eine gute Tasse Kaffee. Sie kann über den Geschmack entscheiden: Zu viel Kaffee macht ihn unnötig bitter und kräftig, zu wenig lässt ihn eher wie Wasser als wie Kaffee schmecken. Bei der Dosierung gibt es einiges zu beachten, insbesondere die konkreten Mengenangaben.
Beim Dosieren wird die Kaffeemenge sorgfältig auf die gewünschte Gesamtmenge des fertigen Getränks abgestimmt. Als Faustregel gilt: Für einen Kaffee mit mittlerem Körper verwendest du drei Esslöffel gemahlenen Kaffee auf 240 ml Wasser.
Die richtige Dosierung kann knifflig sein, besonders wenn du keine ausgefallenen Brühmethoden magst und deinen Kaffee lieber nach Augenmaß zubereitest. Zu lernen, wie du Kaffee richtig abmisst, ist jedoch ein wichtiger Teil davon, eine gute Barista oder ein guter Barista zu werden – und außerdem nötig für die perfekte Tasse Kaffee.
Was bedeutet „Dosis“ bei Kaffee? Es geht um die richtige Balance.
Bei der Kaffeezubereitung gibt es vieles zu beachten. Neben dem gewünschten Geschmack spielt auch die Qualität der verwendeten Bohnen eine Rolle. Das ist wichtig, denn je nach Qualität der Bohnen können unterschiedliche Dosierungen erforderlich sein.
Ein anschaulicher Vergleich: Die Dosierung von Kaffee ist ähnlich wie bei einem bestimmten Medikament, zum Beispiel einem Antibiotikum. Du musst auf die richtige Dosis achten, damit das Medikament wirkt, ohne eine Überdosierung zu riskieren.
Wie bei Medikamenten kann es auch beim Kaffee zu einer „Überdosierung“ kommen. Es ist ein Balanceakt, und ein einziger falscher Schritt kann die gesamte Kaffeemischung aus dem Gleichgewicht bringen und den Geschmack stark verändern.
Wie wichtig ist die Dosierung beim Kaffee?
Wir haben nun betont, wie wichtig die Dosierung beim Kaffee ist. Aber wie wichtig ist sie wirklich?
Die falsche Dosis ist einer der größten Fehler, die Baristas bei der Zubereitung einer Tasse Kaffee machen können. Außerdem sind beim Dosieren leicht Fehler möglich, und man kann mehrere davon gleichzeitig machen.
Die Wahrheit ist: Die Dosierung ist entscheidend für eine gute Tasse Kaffee.
Warum ist die Dosierung beim Kaffee so wichtig?
- Mit der richtigen Dosis erzielst du den gewünschten Geschmack.
- Mit der richtigen Dosis kannst du die Koffeinmenge gut steuern.
- Wenn du die Menge genau abmisst, gelingt dir jeder Kaffee gleichmäßig.
Den richtigen Geschmack erzielen
Ob professionelle Baristas oder ganz normale Kaffeeliebhaber – bei der Kaffeezubereitung haben wir immer dasselbe Ziel: den großartigen Geschmack.
Die Dosierung ist entscheidend, denn sie macht schon die Hälfte des Weges zu einer großartigen Tasse Kaffee aus. Eine falsche Dosierung kann verschiedene Folgen haben.
Der häufigste Fehler ist, zu viel gemahlenen Kaffee hinzuzufügen. Bei einer zu großen Menge denkt man vielleicht, man könne einfach „mehr Wasser dazugeben“. Bitte mach diesen Fehler nicht.
Zu viel gemahlener Kaffee kann den Geschmack stark beeinträchtigen, denn das Getränk wird dadurch sehr bitter.
In der asiatischen Küche hält sich seit jeher das Missverständnis, „Espresso ist besser“. Bei Kaffee stimmt das jedoch nicht. Viele Kaffeetrinker mögen extrem bittere Kaffees nicht, weil sie die feinen, subtilen Geschmacksnoten von Nüssen, Schokolade und Früchten überdecken.
Schlimmstenfalls wird dein Kaffee als „billig“ bezeichnet, denn viele günstige Bohnen sind sehr bitter.
Tampen und Dosieren
Wenn Kaffee nicht richtig getampt wird, kann das Ergebnis stark verwässert sein. Das bedeutet, dass das Verhältnis von Kaffeemehl zu Wasser nicht stimmt.
Auch wenn Tampen nicht direkt mit der „Dosis“ zu tun hat, solltest du darauf achten, dass du das Kaffeemehl genau abmisst. Wenn du es nicht verdichtest, kann das Kaffeemehl weniger kompakt sein und weniger enthalten, als es den Anschein hat.
Gleichmäßigkeit sorgt für einen guten Kaffeegeschäft
Neben dem Geschmack kann dir die Dosierung helfen, gleichmäßigere Ergebnisse in der Tasse zu erzielen. Ein vollmundiger Kaffee ist für alle, die zu Hause Kaffee zubereiten, eine gute Ergänzung – aber keine Voraussetzung für eine Tasse Kaffee.
Für Unternehmen, die Kaffee anbieten, ist gleichbleibende Qualität jedoch wichtig.
Viele Verbraucher schätzen gleichbleibende Geschmacksnoten, denn so wissen sie, dass der Kaffee bei jedem Besuch gleich schmeckt wie die letzte Tasse, die ihnen gefallen hat. Die richtige Dosierung ist kein Allheilmittel, kann aber definitiv viel bewirken.
Ein gleichbleibendes Verhältnis zwischen Kaffeemehl und Wasser ist entscheidend dafür, dass jede Tasse der vorherigen möglichst ähnlich ist.
Koffein im Blick behalten
Zwischen dem Koffeingehalt und der Menge des verwendeten Kaffeemehls besteht ein direkter Zusammenhang. Für Baristas ist die Kontrolle des Koffeins vielleicht nicht sofort einleuchtend, aber bei der Zubereitung zu Hause kann sie wichtiger sein, als du denkst. Hier kommt die Dosierung ins Spiel.
In einer von Karacan durchgeführten Studie tranken 18 durchschnittlich gesunde junge Männer jeweils eine Tasse warmes Wasser, eine, zwei und vier Tassen normal starken Kaffee, vier Tassen entkoffeinierten Kaffee sowie die doppelte Koffeinmenge von vier Tassen Kaffee. Die Studie wurde über 13 Nächte in einem Schlaflabor durchgeführt, um die Wirkung von Koffein auf den Menschen zu untersuchen.
Alle Getränke wurden 30 Minuten vor dem Schlafengehen getrunken, und die Ergebnisse waren wie erwartet. Regelmäßiger Kaffeekonsum und Koffein verzögern den REM-Schlaf und die Schlafphasen drei und vier.
Auch einige subjektive Schlafparameter wurden durch den Kaffeekonsum beeinflusst. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Koffein und Kaffee bei gesunden Menschen schlaflosigkeitsähnliche Symptome verursachen können.
Zusammenfassung und wichtige Begriffe
Dosieren bedeutet, vor dem Brühen die Menge an frisch gemahlenem Kaffee zu bestimmen, die beim Aufbrühen verwendet wird. Dieser Schritt ist entscheidend für den Geschmack der fertigen Tasse Kaffee.
Es ist verlockend, auf genaue Messungen zu verzichten. Doch mit der richtigen Dosierung erzielst du einen spürbaren Unterschied. Neben einer besser schmeckenden Tasse erhältst du einen gleichmäßigeren Kaffee und kannst den Koffeingehalt besser kontrollieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie sollte ich meine Dosierung an die Röstung anpassen?
Bei einer hellen Röstung empfehle ich eine kleinere Dosis. Bei einer dunkleren Röstung würde ich dagegen mehr Kaffee verwenden. Helle Röstungen enthalten mehr Koffein als dunkle, auch wenn dunkle Röstungen ein kräftigeres und rauchigeres Aroma haben.
Wie sollte ich tampen?
Tampen muss nicht kompliziert sein. Fülle zuerst den Siebträger und streife überschüssiges Kaffeemehl mit dem Zeigefinger ab. Anschließend tampst du das Kaffeemehl gleichmäßig mit etwa 4,5 kg Druck und beendest den Vorgang mit einem „Poliertamp“ (einer Drehung des Tampers).
Wie viel Kaffeemehl sollte ich für meine Espressomaschine verwenden?
Als Faustregel gilt: Bei einer Espressomaschine bestimmt meistens die Größe des herausnehmbaren Siebs, wie viel Kaffeemehl du verwenden solltest.
So dosierst du Kaffee
Die Kaffeedosis bezeichnet das Gewicht des trockenen Kaffeemehls im Siebträger.
- Reinige deinen Siebträger und trockne ihn ab.
- Mahle Espresso direkt in den Siebträger. Für ein genaues Ergebnis kannst du eine digitale Waage verwenden.
- Klopfe gegen den Siebträger, damit das Espressomehl in den Siebkorb fällt.
- Verwende bei überschüssigem Espressomehl deine Finger, um es vorsichtig oben in den Siebkorb zu streifen.
- Sobald die Espressodosis eben ist, kannst du das Kaffeemehl im Siebträger gleichmäßig festdrücken.
So misst du die richtige Kaffeedosis ab
Um die richtige Kaffeedosis abzumessen, kannst du mit einer digitalen Waage die Gramm im Siebträger bestimmen.
Wie viele Gramm für zwei Espressi?
Für einen doppelten Espresso solltest du 14–18 Gramm gemahlenen Kaffee in den Siebträger geben. Das ergibt 30–36 Gramm Espresso.
Informiere dich beim Hersteller über die empfohlene Füllmenge deines Siebkorbs. Die empfohlene Dosierung ist je nach Siebkorb unterschiedlich.
Wie viel Espressopulver kommt in eine Tasse Espresso?
Für eine Tasse Espresso brauchst du etwa 6–8 Gramm trockene, gemahlene Kaffeebohnen. Ein einfacher Espresso ergibt 12–16 Gramm flüssigen Espresso.
Brühverhältnis für Espresso
Das Brühverhältnis für Espresso beträgt normalerweise 1:2. Aus 1 g trockenem, gemahlenem Kaffee entstehen 2 g Espresso.
Du kannst die Bezugszeit anpassen, um die Espressomenge zu erhöhen oder zu verringern. Die Dosis bleibt dabei gleich, während die Bezugszeit kürzer oder länger wird.
Bei einem Brühverhältnis von 1:1 ist dein Espresso unterextrahiert und schmeckt kräftiger.
Bei einem Brühverhältnis von 1:3 wird dein Espresso leichter und dünner.
Das Brühverhältnis kann sich nach deinen Vorlieben richten. Die Dosis bleibt dabei gleich.
Du kannst deine Dosis mit einer digitalen Waage abmessen. Stelle den Siebträger auf die Waage und wiege jedes Mal die Espressomenge im Siebkorb ab, um eine genaue Dosis zu erhalten.
Wie lange sollte Espresso bezogen werden?
Wenn dein Espresso zu schnell durchläuft – in weniger als 20–25 Sekunden –, schmeckt er zu sauer und bitter.
Wenn dein Espresso zu langsam durchläuft – in mehr als 30 Sekunden –, wird er schwächer und zu wässrig. Ihm fehlen dann der würzige Geschmack und das Aroma, das Espresso normalerweise hat.
Im Idealfall sollte Espresso 20–30 Sekunden bezogen werden.
Wie kräftig solltest du deinen Espresso tampen?
Der Espresso sollte mit etwa 13,6 kg Druck getampt werden.
Du kannst auch ein Verteilwerkzeug verwenden, um das Kaffeemehl zu glätten und für dich zu tampen. Damit gelingt ein gleichmäßiger Espresso, ganz ohne Tamper. So erhält dein Espresso die beste Crema.
Wie viel gemahlenen Kaffee pro Tasse? Das perfekte Kaffee-Wasser-Verhältnis
Das richtige Verhältnis von Kaffee zu Wasser ist entscheidend für die gelungene Zubereitung. Mit einer Küchenwaage kannst du die Mengen genau abmessen. Wenn du keine Waage zur Hand hast, findest du hier hilfreiche Tipps dazu, wie viele Gramm Kaffee in einen Messlöffel passen und wie viele Löffel gemahlener Kaffee für eine Tasse oder einen Liter Filterkaffee nötig sind.
So dosierst du Kaffee ohne Küchenwaage
Für jeweils 200 ml Kaffee brauchst du etwa einen Esslöffel gemahlenen Kaffee. Wenn du einen Liter Filterkaffee auf einmal zubereiten möchtest, empfehlen wir sieben Esslöffel gemahlenen Kaffee.
Dosierung für Filterkaffee in Löffeln:
Anzahl Für eine Tasse (200 ml) Für 1 l
Esslöffel (voll und gehäuft) – 1 bis 1,5 – 5,5 bis 7
Portionslöffel (7 g) – ca. 2 – ca. 9
In Gramm – 12 g – 65 g
Für die Mengenangaben verwenden wir einen gut gehäuften Standardlöffel. Alle Mengen eignen sich für Filterkaffee aus mittel gemahlenem Kaffee.
Tipp: Wenn du deinen Kaffee immer mit einem Messlöffel abmisst, empfehlen wir dir, jede Portion abzuwiegen. So weißt du, wie viele Gramm deines Lieblingskaffees in den Löffel passen.
Kaffeedosierung für verschiedene Zubereiter
Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Kaffee für die verschiedenen Zubereiter benötigt wird. Wir gehen außerdem von einem gut gefüllten Esslöffel aus (siehe zweites Foto oben). Für die French Press und die Bayreuth-Kanne mahlst du den Kaffee etwas gröber als für den Handfilter. So wird der Kaffee gleichmäßiger extrahiert und schmeckt feiner.
Kaffeemengen für verschiedene Zubereiter:
Zubereiter und Wassermenge Kaffeemenge Kaffeemenge in Esslöffeln
Handfilter (500 ml) – 32 g – 3 bis 3,5
French Press (1000 ml) – 65 g – 7 bis 8
Chemex (600 ml) – 38 g – 3,5 bis 4,5
Kaffeemaschine (1250 ml) – 75 g – 6,5 bis 8
Espressokocher – Sieb füllen – Sieb füllen
Bayreuth-Kanne (350 ml) – 22 g – 2,5 bis 3
Siebträgermaschine (40 g) – 17 g – ca. 1,5
Am Anfang gilt: in Gramm denken!
Die Kaffeemenge richtet sich immer nach der Menge des zuzubereitenden Kaffees. In den USA wird das „Brühverhältnis“ genannt: das Verhältnis von Kaffee zu Wasser beim Aufbrühen. Die SCAE (Specialty Coffee Association of Europe) empfiehlt 60 g Kaffee pro Liter Wasser. Für eine Tasse mit 200 ml brauchst du also 12 g gemahlenen Kaffee. Das Verhältnis dient als Richtwert und lässt sich deinem Geschmack anpassen.
Eine etwas höhere Dosis kann die Nuancen des Kaffees besser hervorheben: Probiere für Filterkaffee etwa 65 g Kaffee pro Liter Wasser.
Die meisten Anleitungen für Kaffeemaschinen enthalten leider ungenaue Dosierungsangaben wie „zwei Messlöffel pro Tasse“. Einige Maschinen werden auch mit einem Portionslöffel geliefert. Solche Angaben sind nicht genau genug, um hervorragenden Kaffee zuzubereiten. Deshalb empfehlen wir, deinen Kaffee mithilfe einer Kaffeewaage abzuwiegen. Sie ist ein einfaches, praktisches Hilfsmittel, mit dem du gleichbleibende Qualität erzielst – und neben der Kaffeemenge auch einen weiteren wichtigen Faktor messen kannst: die Extraktionszeit.
So misst du Kaffee einfach mit deiner Küchenwaage ab
1 ml Wasser = 1 g
- Wiege die gewünschte Menge Kaffeebohnen ab und mahle den Kaffee frisch.
- Stelle den Zubereiter mit dem frisch gemahlenen Kaffee auf die Waage und tariere sie.
- Gieße das Brühwasser langsam und in kleinen Schritten hinzu. Die Waage zeigt an, wie viel Wasser du eingefüllt hast. So weißt du, wann du mit dem Eingießen aufhören musst und das optimale Kaffee-Wasser-Verhältnis erreicht ist.
Was spricht gegen ungefähre Mengenangaben?
Kaffeebohnen unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit. Verschiedene Kaffeesorten haben unterschiedliche Formen und Größen – auch der Röstgrad wirkt sich auf die Größe der Bohnen aus.
Auf dem Bild siehst du links 200 g Bohnen von Indian Monsoon Malabar und rechts 200 g Limu-Bohnen. Da Limu-Bohnen dichter sind, reicht die Füllhöhe im rechten Glas weniger weit nach oben, obwohl das Gewicht gleich ist. Wenn du Kaffeebohnen mit einem Löffel abmisst, kann das Gewicht also von Sorte zu Sorte und damit auch die Menge des gemahlenen Kaffees variieren.
Kaffee ohne Messlöffel und Esslöffel abmessen
Du hast es geschafft. Endlich möchtest du dich ernsthaft mit der Kaffeezubereitung beschäftigen und beginnst, dein Kaffeemehl abzuwiegen. Aber wie viel Kaffee hast du genau abgemessen? Solltest du einen Löffel oder eine Kaffeewaage verwenden?
Schauen wir uns die Tipps zum Abmessen von Kaffee genauer an.
Unterschiedliche Röstungen = unterschiedliche Qualität
In der Welt des Spezialitätenkaffees sind Gleichmäßigkeit und Präzision entscheidend. Wir haben Hilfsmittel, mit denen wir alles messen können – vom Anteil gelöster Feststoffe in einer Tasse Kaffee bis hin zur Verteilung des Kaffeemehls. Doch unter all diesen hochtechnologischen Mess- und Analysegeräten ist eine einfache digitale Waage das wichtigste und nützlichste Hilfsmittel.
Bei der Kaffeezubereitung messen wir die Zutaten in Gramm ab. Das ist zuverlässiger und genauer als volumenbasierte Maße wie Tassen oder Löffel.
Und zwar aus folgendem Grund: Alle Kaffees unterscheiden sich in ihrer Qualität.
Beim Rösten verändert sich Kaffee auf vielfältige Weise – dazu gehört auch der Feuchtigkeitsgehalt der Bohnen. Rohkaffee ist ungerösteter Kaffee und hat einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 11 %.
Durch die Verringerung des Feuchtigkeitsgehalts verlieren die Bohnen im Vergleich zu grünen Bohnen etwa 15–20 % ihres Gewichts.
Während der Röstung sinkt der Feuchtigkeitsgehalt auf etwa 3–5 %. Das liegt daran, dass das Wasser in der Bohne zu Dampf wird und entweicht. Dadurch wiegen die Bohnen nach der Röstung etwa 15–20 % weniger als zuvor.
Im Allgemeinen gilt: Je dunkler der Kaffee geröstet ist, desto niedriger ist sein Feuchtigkeitsgehalt. Deshalb sind dunkler geröstete Kaffees leichter als heller geröstete.
Warum ist die Kaffeemenge wichtig?
Ein wichtiger Teil der Kaffeezubereitung besteht darin, zu wissen, wie viel Kaffee du verwenden solltest. Wird zu viel Kaffee verwendet, kann der Kaffee unterextrahiert sein. Er schmeckt dann sauer, hat wenig Süße, kann etwas salzig sein und lässt es an Tiefe fehlen. Bei zu wenig Kaffee wird das Ergebnis dünn, fade und wässrig.
Überextrahierter Kaffee schmeckt trocken und bitter, unterextrahierter Kaffee sauer und hohl – neben weiteren Geschmacksnoten.
Es gibt viele Meinungen darüber, was genau die „richtige“ Menge ist. Eine einzig richtige oder falsche Antwort gibt es nicht – es kommt auf die Vorlieben an, auch wenn manche etwas anderes behaupten. Die meisten Kaffeeprofis, darunter die SCAA (Specialty Coffee Association of America), empfehlen als Ausgangspunkt etwa 60 g Kaffee pro Liter Wasser.
Das lässt sich mit Brühverhältnissen umsetzen.
So verwendest du das Brühverhältnis
Das Brühverhältnis ist eine einfache Orientierungshilfe dafür, wie viel Kaffee und Wasser du verwenden solltest. Es liefert ein unkompliziertes Rezept, das sich als Ausgangspunkt für verschiedene Brühmethoden eignet.
Brühverhältnisse werden zum Beispiel so angegeben: 1:15, 1:16, 1:17 usw.
Ein Kaffee-Wasser-Verhältnis von 1:15 bedeutet: ein Teil Kaffee auf 15 Teile Wasser. Bei einem Verhältnis von 1:15 kannst du beispielsweise 20 g gemahlenen Kaffee mit 300 g Wasser aufbrühen. Das ergibt etwa 300 ml Kaffee.
Du kannst das Brühverhältnis auf zwei Arten anwenden:
- Beginne mit der Kaffeemenge, die du verwenden möchtest, oder
- lege fest, wie viel Kaffee du zubereiten möchtest (… und berechne anschließend das passende Brühverhältnis).
Gehen wir beide Möglichkeiten am Beispiel einer French Press durch.
Beginne mit der Kaffeemenge, die du verwenden möchtest
Angenommen, du möchtest 20 g Kaffee verwenden. Multipliziere diese Menge mit unserem Brühverhältnis, in diesem Fall 15:
20 g x 15 = 300 (Gramm gebrühter Kaffee).
In diesem Fall wiegen wir 20 g Kaffee ab und brühen ihn in einer French Press auf. Wir stellen die Kanne auf die Waage, geben das Kaffeemehl hinein, tarieren die Waage und gießen Wasser dazu, bis das Gesamtgewicht 300 g beträgt.
Lege fest, wie viel Kaffee du zubereiten möchtest
Ich lege lieber zuerst fest, wie viel Kaffee ich zubereiten möchte, und berechne dann das Brühverhältnis. Die erste Herausforderung ist die gewünschte Kaffeemenge. Über die Standardgröße einer Tasse Kaffee gehen die Meinungen auseinander. Der Einfachheit halber rechnen wir mit 300 ml.
Wir möchten also 300 g Kaffee aufbrühen. Die Tasse fasst etwa 300 ml. Um das Brühverhältnis und die Kaffeemenge für 300 g Wasser zu berechnen, rechnen wir:
300 (Gramm oder Milliliter Wasser) ÷ 15 (unser gewähltes Brühverhältnis) = 20.
Wir brauchen also 20 g Kaffee, um 300 ml Kaffee zuzubereiten.
Brühverhältnis für verschiedene Zubereitungsmethoden
Als Ausgangspunkt gilt:
- Ein Brühverhältnis von 1:15 für die meisten Immersionsmethoden
- Ein Brühverhältnis von 1:17 für die meisten Pour-over-Methoden
Diese Verhältnisse dienen als Ausgangspunkt. Wenn du deinen Kaffee etwas kräftiger magst, füge ein bis drei Gramm hinzu. Wenn du ihn lieber leichter magst, verwende ein paar Gramm weniger.
Wie viel Kaffee brauchst du für sechs Tassen?
Das ist eine der häufigsten Fragen zu diesem Thema. Wenn du den Artikel gelesen hast, solltest du sie mithilfe der Brühverhältnisse schnell beantworten können.
Wenn wir wie im obigen Beispiel 300 ml als Standardgröße einer Tasse Kaffee ansetzen, brauchen wir für sechs Tassen 1800 ml Wasser. Bei einem Brühverhältnis von 1:15 sieht die Rechnung so aus:
1800 ml ÷ 15 = 120. Für sechs Tassen Kaffee à 300 ml benötigen wir also 120 g Kaffee. Ganz einfach.
Für alle, die nur überfliegen: Für eine Tasse Kaffee mit 300 ml gilt bei einem Brühverhältnis von 1:15:
Tassen à 300 ml Kaffeemenge Wassermenge
1 – 20 g – 300 ml
3 – 60 g – 900 ml
6 – 120 g – 1800 ml
8 – 160 g – 2400 ml
10 – 200 g – 3000 ml
So verwendest du eine Waage für Kaffee
Die einzige genaue Möglichkeit, die verwendete Kaffeemenge zu messen, ist das Wiegen. Es gibt zwar andere Methoden, um ungefähre Mengen zu bestimmen, doch wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit des Kaffees sind diese ungenau.
Die Dichte eines Messlöffels Kaffee hängt von vielen Faktoren ab, darunter Sorte, Größe und Röstgrad der Kaffeebohnen.
So misst du Kaffee mit einer Waage ab:
- Stelle die Waage auf eine ebene Fläche und schalte sie ein.
- Stelle den Behälter, in den du die Bohnen geben möchtest, auf die Waage.
- Drücke auf „Tara“ (dadurch wird die Waage auf null zurückgesetzt).
- Gib die gewünschte Kaffeemenge in den Behälter. Wie viel Kaffee du hinzufügen solltest, erfährst du oben unter „Brühverhältnis“.
- Achte darauf, so genau wie möglich zu messen.
Wiege deinen Kaffee immer vor dem Mahlen ab, nicht danach. Wenn du ihn vor dem Mahlen abwiegst, hast du genau die richtige Menge zum Mahlen. Wenn du ihn erst mahlst und dann abwiegst, ist entweder zu viel vorhanden und du verschwendest etwas Kaffee – oder es ist zu wenig und du musst noch mehr mahlen.
Abschließende Gedanken
Es gibt noch andere Möglichkeiten, Kaffee abzumessen – etwa mit Tassen, Kaffeelöffeln und Esslöffeln. Dabei handelt es sich jedoch um volumenbasierte Maße, die nicht genau genug sind.
Wie wir im vorherigen Abschnitt erfahren haben, können Herkunft, Varietät, Aufbereitung und Röstgrad das Gewicht von Kaffee erheblich beeinflussen.
Mit einem Kaffeelöffel denkst du vielleicht, du verwendest immer dieselbe Menge (einen Löffel). Tatsächlich kann die Menge von einer Tasse zur nächsten aber um 25 % variieren. Das macht einen großen Unterschied und kann zu einer Unter- oder Überextraktion führen. Außerdem lässt sich eine hervorragende Tasse ohne Waage kaum wiederholbar zubereiten.
Fazit: Wenn du dich ernsthaft mit Kaffee beschäftigst, verwende eine Kaffeewaage. Viel Freude beim Brühen!