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13. Juni 2022 ·

Kaffee aus Thailand

Kaffee aus Thailand

Thailand hat sich vor nicht allzu langer Zeit zu einer der am schnellsten wachsenden und bedeutendsten Kaffeeanbauregionen der Welt entwickelt. Natürlich hat das auch viele Fans dieser Kaffeesorte mit sich gebracht – und dafür gibt es definitiv einen Grund. Wir entdecken ihn gemeinsam und hoffentlich wirst auch du dabei Teil der bereits großen Fangemeinde von Kaffee aus Thailand Kaffee. Also, worauf warten wir noch?

Der Hintergrund

Überraschenderweise ist Thailand angesichts seines Erfolgs eigentlich ein recht später Neuzugang in der Welt des Kaffees. Erst in den 1970er-Jahren beschloss König Bhumibol Adulyadej, im Norden des Landes eine Reihe von Kaffeeprojekten ins Leben zu rufen, um den Gemeinden dabei zu helfen, vom Anbau von Schlafmohn als Cash Crop auf andere Nutzpflanzen umzustellen – zum Beispiel auf unseren geliebten Kaffee. Das erwies sich als äußerst erfolgreich: Bereits 1976 wurde Thailand offiziell zum Kaffeeexporteur. 

Anbaugebiete

Unsere Reise beginnt mit Chiang Mai, der Kaffeehauptstadt Thailands. Die im Norden des Landes gelegene Region ist für ihre buddhistischen Tempel und natürlich ihren Kaffee bekannt. Hier befindet sich die größte Arabica-Produktion des Landes, die erheblich zu den jährlich exportierten mehr als einer halben Million 60-kg-Säcken Kaffee beiträgt. 

Alles begann mit dem Projekt von König Bhumibol Adulyadej, das Thai Royal Project genannt wurde. Seitdem haben sich Menschen auf der ganzen Welt in die großartigen Aromen dieses Kaffees verliebt. Ein weiterer Grund für seine Beliebtheit sind die nachhaltigen Anbaumethoden. Sie sorgen dafür, dass Besucher des Landes regelmäßig eine Pilgerreise in die wunderschöne Stadt Chiang Mai planen, um die lokale Kaffeemischung direkt an ihrem Ursprungsort zu probieren. 

Wenn dich das ebenfalls interessiert, findest du solchen Kaffee zum Beispiel auf der Nacha-Farm in Chiang Mai. Dort wird der Kaffee so aufbereitet, dass seine Qualität gewährleistet ist. Zunächst werden nur die reifen Kaffeekirschen geerntet, anders als bei der üblichen Methode, bei der alles auf einmal gepflückt und anschließend Gutes von Schlechtem getrennt wird. Außerdem werden die Kaffeebohnen in der Sonne getrocknet – ein Faktor, der zu ihrem einzigartigen, komplexen Aromaprofil beitragen soll. 

Werfen wir auch einen Blick auf die anderen Anbaugebiete. In den Provinzen Chumphon, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Krabi, Phang Nga und Ranong wird vor allem Robusta angebaut. Genau genommen auf 67.832 Hektar. Nur ein Viertel des produzierten Robustas bleibt für den heimischen Verbrauch im Land und wird meist als löslicher, gerösteter, gemahlener oder in Dosen abgefüllter Kaffee angeboten.

Arabica wird dagegen auf der anderen Seite des Landes angebaut, im Norden. Das geschieht in der Region, die auch als „Goldenes Dreieck“ bekannt ist und aus Burma und Laos besteht. Diese Kaffeesorte bietet allen Arten von Landwirten, auch den Bergvölkern, eine Einnahmequelle. Da sie biologisch angebaut wird, muss sie im Hochland auf einer Höhe von 800 bis 1.200 Metern wachsen. Die Anbauflächen liegen sowohl im Schatten als auch in der prallen Sonne. Auch Mischkulturen sind hier üblich, vor allem mit Obstbäumen. 

Das Geschmacksprofil

Hier gehen die Meinungen etwas auseinander. Einige sagen, dass man sich an den Geschmack südostasiatischer Kaffees erst gewöhnen muss, während andere behaupten, dass man nach dem ersten Schluck unweigerlich auf den Geschmack kommt.  

Einigkeit herrscht darüber, dass Kaffee aus Thailand ein vielschichtiges Geschmackserlebnis bietet. Das liegt an einer seiner besonderen Eigenschaften: Die Bohnen behalten das Pergamenthäutchen und das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche, wodurch sich ihr einzigartiger Geschmack entfalten kann. 

Ein paar Tipps

Wenn du einmal die Gelegenheit hast, Thailand zu besuchen, wirst du schnell merken, dass die Einheimischen große Kaffeefans sind. Kaffee gibt es deshalb an jeder Ecke und in allen möglichen Formen. Von Eiskaffee über kleine Espressi bis hin zu Cappuccino ist alles dabei. 

Vor diesem Hintergrund wäre es kaum vorstellbar, dass die großen internationalen Ketten die Gelegenheit ausgelassen hätten, hier Filialen zu eröffnen. Versuche also, diese allzu vertrauten Orte zu meiden, und suche stattdessen ein unabhängiges Café vor Ort. Auch davon gibt es jede Menge. So unterstützt du nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern kannst auch wirklich behaupten, originalen Kaffee aus Thailand probiert zu haben. 

Alles in allem ist Kaffee aus Thailand allein schon eine Reise wert – nicht zuletzt, weil dieses Land neben unserem Lieblingsgetränk noch so viel mehr zu bieten hat. Die wunderschönen Reiseziele werden dich mit ihrer Einzigartigkeit begeistern. Und was gibt es Schöneres, als sie mit einer der großartigsten Tassen Kaffee der Welt in der Hand zu bewundern? Also los, mach deinen Reisepass bereit!

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