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19. Juli 2022 ·

Kaffee aus Jamaika

Kaffee aus Jamaika

Jamaika ist für seinen Kaffee bekannt, aber für eine ganz bestimmte Sorte. Wahrscheinlich hast du inzwischen schon vom Blue Mountain Coffee gehört. Er wird für seine herausragende Qualität hoch gelobt. Natürlich wollten wir herausfinden, was ihn so besonders macht. Wenn du genauso neugierig bist, hilft dir dieser Artikel hoffentlich dabei, die Informationen zu finden, die du suchst – und vielleicht auch deinen nächsten Lieblingskaffee!

Ursprünge

Die Geschichte des Jamaican Blue Mountain Coffee geht auf eine sehr kluge Entscheidung des französischen Königs im 18. Jahrhundert zurück. Bereits 1723 schickte König Ludwig XV. der französischen Kolonie Martinique ein Geschenk: drei Kaffeepflanzen. Fünf Jahre später erhielt auch der Gouverneur von Jamaika eine Kaffeepflanze, und zwar vom Gouverneur von Martinique. So nahm die Kaffeegeschichte ihren Lauf und Jamaika konnte beginnen, seine eigene zu schreiben. 

Es dauerte nur neun Jahre, bis aus der einen Arabica-Kaffeepflanze eine ganze Plantage herangewachsen war. So wurden die ersten Kaffeemengen aus Jamaika exportiert und eine neue Branche entstand. 

Warum Blue Mountain?

Wie wir inzwischen wissen, gedeiht Arabica-Kaffee in fruchtbaren Vulkanböden mit regelmäßigem Niederschlag und einer Wolkendecke, die die Pflanzen vor der übermäßigen Sonneneinstrahlung schützt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der hohe Stickstoff- und Phosphorgehalt des jamaikanischen Bodens. 

Damit ein Kaffee als „Blue Mountain“ bezeichnet werden darf, muss er in Höhenlagen von bis zu 1.800 Metern in den Parishes Portland, St. Andrew, St. Mary oder St. Thomas angebaut werden. Zusammengenommen sorgen all diese Faktoren dafür, dass dieser Kaffee außergewöhnlich süß ist, intensive Geschmacksnoten und einen vollen Körper bei milder Säure hat. Der Kaffeeanbau in den Blue Mountains ist von zahlreichen kleinen Betrieben mit einer Fläche von bis zu 4 Hektar geprägt. Insgesamt gibt es davon etwa 15.000.

Aufbereitung

Die Kaffeeaufbereitung ist überall auf der Welt ziemlich ähnlich, doch einige Faktoren können sich von Land zu Land unterscheiden. In Jamaika steht die Qualität im Mittelpunkt: Nur die besten Bohnen kommen infrage und dürfen den Namen „Blue Mountain“ tragen. 

Manche Kaffeefarmen haben eigene Aufbereitungsanlagen. Im Allgemeinen werden die Kaffeekirschen nach der Ernte jedoch zu einer Aufbereitungsanlage gebracht. Dort werden sie in Wasser getaucht, wobei beschädigte Kirschen an die Oberfläche schwimmen. Anschließend werden die übrigen Kirschen durch eine Pulpe geleitet, die die Bohnen vom Fruchtfleisch trennt. Damit die Bohnen im Pergament trocknen können, werden sie in der Sonne auf Beton ausgebreitet. Im nächsten Schritt werden sie nach Größe sortiert. Die Bohnen der Kategorien 1, 2 und 3 kommen für die weiteren Verarbeitungsschritte infrage. Größere Bohnen werden dagegen für den lokalen Verbrauch und die Herstellung von Instant-Kaffee verwendet. Für die „Goldkinder“ geht es als Nächstes zur Mühle. Dort läuft es anders, als du vielleicht erwarten würdest: Sie werden noch nicht gemahlen, sondern lediglich aus ihrer Pergamenthaut geschält. Damit gelten sie schließlich als „grüne Bohnen“. Bevor sie geröstet werden, werden sie erneut sortiert – diesmal von Hand. Die Bohnen, die diese Prüfung bestehen, werden exportiert, der Rest wird vor Ort verbraucht.

„Der Champagner unter den Kaffees“

Wie du inzwischen vielleicht schon festgestellt hast, ist dieser Kaffee wirklich außergewöhnlich. So sehr, dass er den Titel „Champagner unter den Kaffees“ erhalten hat. Genau wie die Qualität von Champagner durch die „Appellation D’Origine Contrôlée Champagne“ kontrolliert wird, ist auch das Gebiet Blue Mountain streng reguliert. 

Das Anbaugebiet ist relativ klein und entsprechend begrenzt ist auch der Export. Die jährlich exportierbare Produktionsmenge schwankt zwischen 400 und 1.000 Tonnen. Manche sehen das vielleicht als Nachteil, tatsächlich trägt es aber nur zur Exklusivität bei. Auch die Verpackung unterstreicht diese Besonderheit. Inzwischen sind wir es gewohnt, Kaffee nur in Beuteln zu sehen, doch Jamaika setzt noch einen drauf. Der Kaffee wird meist in Holzfässern verpackt, was seine Authentizität zusätzlich unterstreicht. 

Was meinst du? Es gibt offenbar gute Gründe dafür, dass jamaikanischer Kaffee so hoch gelobt wird. Er wird nicht nur unter besten Bedingungen angebaut, sondern auch sehr sorgfältig und gründlich aufbereitet. Das sorgt für erstklassige Qualität. Wenn du dir selbst einmal ein Stückchen Himmel gönnen möchtest, findest du diese Bohnen und viele andere bei Kaffeeröstereien und in Geschäften für Spezialitätenkaffee. Lass uns wissen, was du davon hältst!

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